Vectoring-Ausbau: Telekom will 135.000 vermietete Leitungen zurück

Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Flagge, Telekommunikationsunternehmen Bildquelle: Telekom
Um den Ausbau von DSL-Vectoring vorantreiben zu können, will die Deutsche Telekom eine sechsstellige Zahl von Leitungen, die derzeit von Konkurrenten genutzt werden, abklemmen. Damit würde das Unternehmen zahlreiche Kabelverteiler wieder komplett unter eigene Kontrolle bekommen.

Infografik: DSL-Tarife der TelekomDeutsche Telekom: Magenta Zuhause
Nach Angaben des Unternehmens gehe es um insgesamt rund 135.000 so genannter Teilnehmeranschlussleitungen (TALs), die derzeit von Wettbewerbern genutzt werden. Das sind etwa 1,5 Prozent der Verbindungen, die die Telekom an andere Anbieter vermietet hat. Eine Genehmigung, sich die Leitung zurückzuholen, wurde durch den Konzern bei der Bundesnetzagentur beantragt.

Laut dem Unternehmen geht es dabei um die Kabelverteiler, die sich in der Nähe der Hauptverteiler befinden. Wenn die Telekom nun in die Kabelverteiler - also die grauen Kästen am Straßenrand - Vectoring-Technik einbaut, kann es zu Störungen kommen, wenn im nahegelegenen Hauptverteiler VDSL-Verbindungen Dritter betrieben werden.

Die Konkurrenz wettert dagegen

Die betroffenen Konkurrenten werfen der Telekom nun vor, hier einen schnellen Alleingang zu starten, um sich ein Ausbau-Monopol zu sichern. Befürchtet wird vor allem, dass sich der Konzern auf diesem Weg Gebiete sichert, für die alternative Ausbau-Strategien vorliegen. Investoren, die beispielsweise das Risiko eingehen, eine unterversorgte Region mit Glasfaser anzubinden, würden zurückschrecken, wenn die Telekom hier plötzlich Vectoring vorantreibt.

Die Telekom hingegen stellt die Sache anders dar: Demnach würden von einer Genehmigung des Antrages bundesweit 5,9 Millionen Haushalte sowohl in Ballungszentren als auch im ländlichen Raum profitieren, da sie dann ebenfalls mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Downstream angebunden werden könnten. Und auch die Wettbewerber würden hier nicht schlechter dastehen als zuvor, da sie dann ja auch die Vectoring-Verbindungen anmieten könnten, um ihren Kunden vor Ort die eigenen Zugänge zu verkaufen.

FAQ: Welche Provider drosseln den Internet-Anschluss und wann?

Großer DSL-Vergleichs-Rechner
Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Flagge, Telekommunikationsunternehmen Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Flagge, Telekommunikationsunternehmen Telekom
Mehr zum Thema: DSL
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren42
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Aktuelle IT-Stellenangebote

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden