Telekom-Konkurrenten: DSL-Vectoring ist eine Glasfaser-Ausbau-Bremse

Die kleineren Wettbewerber der Deutschen Telekom machen gegen einen Vertrag mobil, mit dem sich der Staatskonzern ein exklusives Recht für den Vectoring-Ausbau um zahlreiche Hauptverteiler herum sichern will. Dabei agiere das Unternehmen mit Zahlen, die nach ... mehr... Internet, Daten, Netzwerk, Router, Dsl, Kabel, Ethernet Bildquelle: secretlondon123 / Flickr Internet, Daten, Netzwerk, Router, Dsl, Kabel, Ethernet Internet, Daten, Netzwerk, Router, Dsl, Kabel, Ethernet secretlondon123 / Flickr

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Jeder fordert FTTH aber wer kommt für die Kosten auf?
 
@Timerle: Frag doch mal in anderen Laendern, wie es da funktiioniert. Ich lebe in Daenemark, in einem kleinen Dorf mit ca. 30 Haeusern. Wir haben vor 2 Jahren hier Glasfaser bis ins Haus bekommen. Der Anschluss hat mit mich umgerechnet 65€ gekostet und mein Internettarif mit 250/250 Mbit kostet mich im Monat 35€
 
@Calippo: Sind die Kabel oberirdisch oder unterirdisch verlegt? Das macht häufig einen großen Unterschied.
 
@floerido: Die liegen in einer tiefe von 50cm. Wir hatten hier schon richtige Grabearbeiten
 
@Calippo: Ja, aber in Dänemark werden überspitzt gesagt nur 100 Glasfaserleitungen gelegt, in Deutschland sind es 10000! Wieviele Anbieter gibt es in Dänemark?
 
@lalanunu: Andersrum gefragt, wie viele Einwohner hat Deutschland und wie viele Daenemark?
Und Internetanbieter gibt es in Daenemark 29 Stueck, fuer so ein kleines Land ganz schoen viele.
 
@Calippo: Na wenn, dann kommt es nicht auf die Einwohner sondern auf die Haushalte an. Aber was wir definitiv festhalten können: In Deutschland wird der Breitbandausbau definitiv falsch angegangen!
 
@lalanunu: Richtig was du schreibst. Aber Internet ist in Deutschland ja auch Neuland :) (Sorry, der musste jetzt sein)
Und zu den Haushalten, Deutschland hat etwas ueber 40 Millionen und Daenemark 2,3 Millionen
 
@Timerle: Die Provider?!? Schliesslich wollen die Geld verdienen. Wenn Kunden nach grösseren Brötchen verlangen muss der Bäcker ja auch auf eigene Kosten grösser Öfen kaufen. Diese Gewinne privatisieren, Verluste solidarisieren geht mir auf den Sack. Gerade die Telekom bekommt doch genug Kohle vom Staat. Als man bei uns vor 2 Jaren ausgebaut hat, hat das Land von den 20 Mio. satte 12 Mio. subventioniert.
 
LTE bremst den FTTH bzw FTTB Ausbau auch. Aber an LTE verdient man halt etwas mehr.
 
@Blubbsert: Ich sag mal so: Wenn das LTE auch als echte Flatrate angeboten werden würde, fände ich das durchaus akzeptabel. Wir sind im ländlichen Raum mit 50 Mbit/s angebunden. Das ist zu vorher (DSL-Light) natürlich der Wahnsinn. Leider kommt dann das 45 GB-Kontingent ins Spiel, das wir momentan fast jeden Monat reißen und dann für teuer zusätzliches Geld Speed On kaufen müssen. Wenn dem nicht so wäre, könnte ich glatt dauerhaft damit leben.
 
@DioGenes: An mienerm Standort gibt es keinen LTE Empfang da ich in einer senke wohne. Informiert habe ich mich bei Einzug aber darüber. Spätestens als ich die gedrosselte Geschwindigkeit gesehen habe hab ich aber abgewunken. Wenn Sie auf sagen wir mal 2000er runter gehen würden wäre noch Surfen oder ein niedriger aufgelöster Videostream möglich, aber so ?
Edit: Wenn schon der BReitbandausbau beschlossen worden ist, dann sollte auch die Drosselungsgeschwidigkeit Prozentual festgelegt werden. 10 % wäre fair würde ich sagen.
 
Telekom-Konkurrenten: "Wir machen das jetzt selber" ... Oh geht ja nicht, dann können wir DSl ja nicht mehr für 19,95 Euro anbieten und der Telekom konkurrenz machen.
 
@iPeople: Das hab ich mir auch gedacht. Telekom soll schön die Glasfaser legen damit 1&1 und der ganze andere Rotz sich daran festsaugen können ohne viel zu Investieren.
 
Ganz ehrlich, diese hickhack in Deutschland ist einfah nur beschaemend! Warum schaut man nicht mal ueber den Tellerrand und guckt wie es teilweise die Nachbarstaaten machen? Wie kann es denn moeglich sein, das die Skandinavischen Laender schon einen grossen Grad an Glasfaser Versorgung haben aber in Deutschland baut man immer noch auf das alte Kupferkabel. Und die Begruendung das zu viele laendliche Gegenden Versorgt werden muessten, lasse ich da auch nicht zaehlen. Schaut man auch dort wieder nach Skandinavien, gibt es dort auch viele kleine Doerfer weit ab vom Schuss mit teilweise 10 Haeusern und die haben Glasfaser bekommen.
Aber da verstehe ich auch die Deutschen Journalisten nicht, warum hinterfragt man solche sachen nicht. Nein wir schreiben nur das sich nichts tut, aber warum und weshalb, nichts! Armes Deutschland
 
@Calippo: Das erinnert mich so ein wenig an diese Bilder auf Facebook & Co. Da wird z.B. mit kostenlosen Kindergärten und xxxx Euro Kindergeld in skandinavischen Ländern geworben und gefordert, das auch in Deutschland einzuführen.

Problem nur: Das ist gar nicht mal so einfach und viel zu kurz gedacht. Der Norden ist, mit Ausnahme der Metropolen, relativ dünn besiedelt. Das sieht in Deutschland anders aus. Bis hier erst mal alle - vom Land, über die Kommunen bis hin zu den Hauseigentümern ihr OK gegeben haben, dass die Straßen aufgerissen und Glasfaser verlegt wird. Dazu der ganze Behördenkram, der dafür sicher notwendig ist... ne ne ne. Und wer soll für die Kosten aufkommen?

Grundsätzlich begrüße ich ja jegliches vorhaben in Sachen Breitbandausbau (auch wenn ich mit 200 Mbit/s bereits weit über dem deutschen Schnitt angebunden bin). Aber wie schon gesagt: So "easy peasy" ist das nicht.
 
@RebelSoldier: Weisste, einmal in eine neue Technologie investiert, wie hier Glasfaser. Die aber in den naechsten 20-30 Jahren was Geschwindigkeit angeht, keine Grenzen kennt. Als immer wieder in alte Technik neu zu investieren, wo jeder anstaendige Experte sagt es sind fehlinvestitionen. Warum nimmt die Telekom nicht ihre Milliarden die sie in Vectoring stecken will und investiert sie lieber in Glasfaser. Drum rum kommen sie doch eh nicht. Und das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
 
@Calippo: Hab ich doch geschrieben: Regularien, Behördenkram, Genehmigungen und Kosten - das sind jetzt so meine Vermutungen.
 
@Calippo: In skandinavischen Ländern wird die Verkabelung häufig oberirdische gemacht. Gerade das verbudeln um die Landschaft zu schonen macht eine Umrüstung teuer.
 
@Calippo: weil leider wenige Deutsche ausländische Medien konsumieren und daher in unser schönen kleinen deutschen Informations- und Meinungsblase leben, und dann nicht vom Arroganzross runtersteigen wenn's kritisiert wird :/
 
Mir reichen die VDSL50 locker aus.
 
@Gordon Stens: Ja dir alleine scheinbar schon, nur wie lange noch? Nicht immer von sich selbst ausgehen, es gibt auch z.B. Familien mit Kindern und nur einen Telefonanschluss, da wirds mit 50000 eng! Klar reichen aktuell 50000 für das meiste voll und ganz aus, was ist in 5 Jahren? Ich wäre auch bereit mehr zu zahlen, nur keiner baut aus. Nur dank Telekom Hybrid ist das hier überhaupt möglich. Wenns das nicht gäbe, wären es 9000 *kotz*
 
@lalanunu: Ich könnte jetzt über Hybrid schon 80 und mehr Mbit down und 30 up bekommen, bald soll Vectoring-Ausbau starten, und die Gemeinde prüft parallel gar einen Glasfaser-Vollausbau. Ich mache mir keine Sorgen.
 
@Gordon Stens: Na dann herzlichen Glückwunsch für dich. Hilft aber den anderen nicht weiter!
 
@Gordon Stens: schön für dich, aber was ist in 10 jahren?
 
@Gordon Stens: Denk mal an die zukunft. Das ganze streaming geschäft und smart home wird rasant ausgebaut und ansteigen. Wenn du mehrere personen im haushalt hast wird selbst eine 50k leitung in paar jahren (~5?) eng
 
@_tomni_: 50k ist in einer Familie (bzw bei mir WG) JETZT schon Eng. Typisches Wochenende: Jenny guckt bei Netflix irgendwas - Netflix schaltet natürlich 1080p. Jakob spielt Xbox, die braucht - mal wieder :D - ein 500 MB Update. Nebenbei schaut Patrick bei Amazon Prime was - auch in 1080p. Bei mir läuft Windows Update und die PS4 braucht auch mal wieder n Update. Nebenbei laufen noch paar Downloads. Ruckizucki haste da eine gute Auslastung der Leitung. Und jetzt kommt 4k und co ... :D
 
Vielleicht wäre es doch besser, wenn der Staat die Hoheit über die Leitungen hat und diese werden nur an die Provider vermietet. Dann zahlt jeder Provider die gleiche Grundgebühr an den Staat, der damit die Wartung und den Ausbau finanziert (neben den Milliarden an Subventionen, die jetzt scheinbar nur der Telekom zugute kommen sollen) und jeder Provider hat die gleichen Chancen am Markt zu existieren. Allerdings dürfen keine Beamte das Netz pflegen :-) Leider wird das nie passieren und es geht weiter mit dem Flickenteppich und den Milliardensubventionen des Staates die einfach verpuffen.
 
@lalanunu: Dann haben wir in 100 jahren immernoch 50er DSL.
 
@iPeople: Das glaube ich nicht, insofern das Geld, wie es jetzt subventioniert reingebuttert wird, auch genau so weiterfließt
 
@lalanunu: Ja, Glaube versetzt Berge. Die Erfahrung zeigt aber: Behördenbetrieb ist meistens ineffizient.

Welche Subventionen?
 
@iPeople: Das ist absoluter Unfug, das Problem an Staatlichen betrieben sind meistens die Denkweise der beamten, eigentlich können wir glücklich sein das in Deutschland so viel Staatlich abläuft. Seit in Ägypten die Wasserversorgung privatisiert wurde ist Wasser dort zum Luxusgut geworden.
So ist das mit der Privatisierung überall auf der Welt. Ich gebe dir aber volles Zugeständnis das es viel besser laufen könnte, es ist wirklich noch zu ineffizient.

Noch ein gutes Beispiel währe die Deutsche Bahn. oder die Telekom.
 
@Alexmitter:Danke für die Steilvorlage .... Aber Bahn und Telekom sind seit Privatisierung weniger bis gar nicht defizitär. Warum hat man als Behördenbahn nicht dermaßen in Schnellfahrstrecken investiert? Weil per Querfinanzierung und Staatsauftrag auch das kleinste Dorf mit einem Zug angefahren werden musste.
Sorry, aber egal wo ich hinschaue ... Behördlich verwaltet scheint immer dazu zu führen, dass die Infrastruktur über kurz oder lang marode , veraltet, störanfällig und unbrauchbar wird. Woran das liegt, ist mir egal. Ich befasse mich auch nicht mit Träumereien, dass es anders sein könnte, wenn .... . Dieses "wenn" ist nämlich blanke Theorie, während privatwirtschaftlich organisiert die scheinbar besser funktionierende Praxis ist, jedenfalls für die Mehrheit. Die Minderheit, die dabei benachteiligt ist, weil auf dem Land lebend ,sind Kollateralschaden, haben aber dafür andere Vorteile.
 
@iPeople: Klar, wenn man unter "Erfolg" nicht die zuverlässige Versorgung der Bürger mit grundlegenden Diensten, sondern das Rausziehen von Kohle aus der Infrastruktur sieht, dann man die Privatisierungen durchaus als Erfolg sehen. So erfolgreich, dass allerorts der Zurückkauf in öffentliche Hand angestrebt wird.

Und die verrottende Infrastruktur gibts eigentlich nur bei den Privaten. Denn ausgerechnet die sind es, die überall sparen wollen, wo es nur geht. Und die dank des durch die Art der Infrastruktur oft ausgeschalteten Faktor "Konkurrenz" sehr oft auch straffrei können.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/kritik-an-rwe-tochter-duerre-in-london-macht-thames-water-zu-schaffen/2670782.html

Leider befasst du dich nicht nur nicht mit Träumereien, du gönnst dir wie immer eine verdammt dogmatische Meinung, dafür dass du nicht mal einen Bruchteil der Fakten kennst.
 
@Niccolo Machiavelli: Echt? Wo wird denn das geplant?

Ja genau, sieht man. Die genutzte INfrastruktur der Bahn modert so vor sich hin. Die einst Prunkvollen Bahnhöfe, alle verrottet und zusammengefallen ... sorry, aber wie lange warst Du jetzt eingefroren?

Dir ist schon aufgefallen, dass Dien LINK über London redet?

Na ein Glück, dass Du sie kennst. Immeer her damit, ich lasse mich gerne belehren. Aber bitte bring mir doch Beispiele aus deutschen Landen, denn hier sind die Rahmenbedingungen etwas anders.
 
@iPeople: schön das deiner Meinung nach dann über 60 % der deutschen Bevölkerung Kollateralschäden sind ;) Denn so viel Großstädte haben wir eigentlich garnicht. Dortmund zum Beispiel ist zwar riesig groß, das meiste sind aber eingegliederte Orte die 10-15 Km vom Hauptort selbst in der grünen Pampa liegen. In München, Wiesbaden, Berlin, usw das gleiche. Und auch da gibt es kein vernünftiges Internet! Deiner Meinung nach haben also die ungefähr 40 % die sich auf engsten Raum im Smog bei überteuerten Mieten Sesshaft machen mehr rechte auf schnelleres Internet als die anderen außen drum herum? o0 Und zum Thema DB. unser Bahnhof hier war ein graus. Ist er doch für die Personen Beförderung in unseren Kurort mit über 1,3 Millionen Übernachtungen im Jahr ein wichtiger Punkt der Infrastruktur und außerdem ein wichtiger Zwischenpunkt im westen Deutschlands zwischen Hessen und NRW für den Personenverkehr in der ländlichen Region von FF Richtung DO oder den Güterverkehr der Continentalwerke in der direkten Umgebung von uns. Nach der Splittung gab es nach 3 Jahren kein Personal mehr, dann wurden die Sanitären Anlagen geschlossen, dann das ganze Gebäude und man musste außen herum laufen. Schlussendlich nach 10 Jahren hin und her hat unsere Gemeinde das Grundstück der Bahn abgekauft und selber gebaut. Die Straße welche an den Bahngleisen selbst hergeht war Jahre nur für Anlieger frei die dort Garagen haben da keine neue Teerdecke von der Bahn gemacht wurde, welches die Gemeinde nun vor 5-6 Jahren zur Verschönerung des Ortes selbst vorgenommen hat. Ein Ort weiter, dann bereits in NRW, Angelpunkt des Ruhr Expresses, Verbindung Hagen <-> Dortmund, Drehkreuz NRW/Hessen ein großer Bahnhof mit 6 Gleisen der noch aussieht wie nach dem zweiten Weltkrieg. Ist von der DB abgestoßen worden, liegt also brach da die Sanierungskosten der Bahn dank Denkmalschutz zu hoch sind. Hier haben jetzt 3 Gemeinden eine Gesellschaft gegründet um etwas dagegen zu tun. Erstmal wurde der Zuweg neu geteert da hier noch Kopfsteinpflaster aus den 80er Jahren lag! Also tut mir sehr leid wenn ich dir da in keinster Weise zustimmen kann das die Privatisierung gut getan hat. Auch wenn hier keine Personenbeförderungszahlen erreicht werden wie in Großstädten sollte man dennoch seine wichtigen Punkte in Deutschland aufrecht erhalten.
 
@lurchie: 60% der Deutschen haben kein Internet? Das bezweifele ich stark.

Was haben Straßen mit dem Kerngeschäft der Bahn zu tun? Wenn der bahnhof geschlossen wurde, war er nicht Rentabel, logisch dass der nicht saniert wird. Wenn dieser Bahnhof für den Regionalverkehr ist, obliegt es der Gemeinde, Zughalt zu bestellen. je nachdem, was gezahlt wird, lohnt dann auch die Sanierung des Gebäudes, was wiederum am Fahrgastaufkommen liegt, deren zahlen Du mir leider verschweigst.

Ein von der DB angestoßener Bahnhof ist quasi abgeschrieben, also warum sanieren? Denkmalschutz legt nicht die Bahn fest, sondern die Behörden.

Du zeigst mir Beispiele, wo die DB nach Privatisierung unrentable, verkommene Infrastruktur abgestoßen hat, und wolltest mir damit das gegenteil eminer Aussage beweisen? Irgendwie ist Dir das nicht gelungen, da Du offenbar vieles in einen Topf wirfst, ordentlich umrührst und die Bahn als Verursacher hinstellst.
Denn Fakt ist nunmal eines: Die Infrastruktur ist offenbar schon zu Behördenbahn-Zeiten ziemlich marode gewesen, was meine Aussage sogar bestätigt.
 
@lalanunu: Doch, genau dieses wird ja teilweise passieren o_O Siehe weiter unten der Artikel in der FAZ, Seite 2. Zu den den 2,7 Mrd Fördermittel vom Staat, Zitat FAZ-Artikel "Zwei Wege sind für die Förderung möglich: Entweder beteiligen sich die Kommunen mit Hilfe der Zuschüsse und ihrer eigenen Mittel unmittelbar an den Ausbaukosten durch ein Telekommunikationsunternehmen. Alternativ unterstützt der Bund das „Betreibermodell“, das vor allem in Baden-Württemberg und in Bayern große Vorliebe genießt. Dabei verlegen Stadtwerke oder andere kommunale Gesellschaften in eigener Regie Leerrohre oder Glasfaserleitungen. Für den Betrieb wird die Infrastruktur anschließend an ein Telekommunikationsunternehmen verpachtet." Gut, im ersten Fall wird es wohl auch wieder häufig auf die Telekom hinauslaufen, aber dass ist ja auch dadurch begründet, dass viele anderen Anbieter gar nicht die technische Ausstattung haben, um Kabel zu verlegen.
 
>>Laut dem BREKO wäre es hingegen besser - da nachhaltig und zukunftssicher - statt DSL-Vectoring Glasfaserleitungen bis ins Haus (FTTB) oder bis in die Wohnung (FTTH). Das ist zwar im Ansatz etwas aufwändiger, ließe aber von den Hauptverteilern ausgehend technisch den Spielraum, dass mehrere Anbieter an einem Ort aktiv werden.<<

Klar hätten die es lieber, dass ihnen die Telekom den Ärger abnimmt den Kunden Glasfaserleitungen ins Haus zu legen, die sie dann einfach nutzen können nachdem die Telekom die Arbeit bzw. die Kosten damit hatte. Die Frage ist, ob sie dann auch bereit sind höhere Nutzungsentgelte zu zahlen, wenn ihnen die Telekom die höheren Ausbaukosten für "die letzte Meile" zum Kunden anteilig berechnet.

>>Seitens der Telekom winkt man hingegen ab: Die BREKO-Firmen könnten heute schon Glasfasern verlegen - doch in Sachen FTTH-Ausbau passiere von dieser Seite aus kaum etwas.<<

Auch da hat die Telekom recht. Die kleineren Anbieter können sich ja ihre eigenen Glasfasernetze bis zum Kunden legen. Dann brauchen sie nicht einmal mehr die Leitungsmiete für die letzte Meile zum Kunden an die Telekom zu zahlen.

Ich persönlich weiss aber nicht, wie viele Hausbesitzer scharf auf Bauarbeiten auf ihrem Grundstück inklusive unterirdischen Anbohrens ihres Hauses um dort eine Glasfaserleitung hineinzulegen sind. Ich bin ganz zufrieden, dass meine Keller-Isolierung/-Abdichtung, für die ich bei der Renovierung nach dem Kauf mein ganzes Haus "ausgegraben" habe intakt und der Keller trocken ist. Bei mir kommt schon deshalb keine Glasfaserleitung ins Haus. Ausserdem würden bei mir 16.000kBit/s auf der jetzigen Kupferleitung funktionieren (hatte ich schon einmal ein paar Monate). Die brauche ich mit meinem 3-Personen-Haushalt aber nicht. Meine derzeitge 2000kBit/s-Leitung reicht völlig aus.

Wenn mich also jemand fragt, ob er auf meinem Grundstück herumbuddeln darf um mir eine Glasfaserleitung ins Haus zu legen wird er ein klares "Nein" als Antwort bekommen, egal ob das nun die Telekom oder ein kleinerer Anbieter ist, der fragt.

Vermutlich weiss die Telekom ziemlich genau, dass es mit einigen Hausbesitzern genau das Theater geben wird und sie die alte Technik dann zusätzlich zur Glasfaser parallel betreiben müssen um alle Kunden versorgen zu können. Die Kosten für den Glasfaserausbau bis zum Kunden würde ich an Stelle der Telekom auch lieber so lange vermeiden wie es eben geht und ich sehe als Kunde keinen Grund, wieso ich in den nächsten 20 Jahren einen Glasfaseranschluss in meinem Haus bräuchte. Der Vorbesitzer hat sich vor Jahrzehnten einen Kabelanschluss hineinlegen lassen, der ungenutzt und verplombt im Keller liegt. Notfalls würde ich über den schnelleres Internet ordern. Aber ich sehe ehrlich gesagt nichts was ich im Internet nutzen wollte, wofür ich mehr als 16.000kBit/s benötigen würde. Wie gesagt, komme ich bis heute problemlos inklusive eigenem FTP/Webserver mit einer 2.000kBit/s-Leitung hin.
 
Ich fasse mal zusammen... Die Telekom hat es geschafft, dass sie Vektoring nur für eigene Kunden anbieten darf. Die Mitanbieter, viele davon ohne eigenes Netz, meckern jetzt rum, mit der Begründung die Telekom könnte so den flächendeckenden Breitbandausbau verzögern oder ganz vermeiden.
Wenn ich die FAZ http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/minister-dobrindt-will-breitbandausbau-mit-milliarden-foerdern-13770368.html richtig verstehe, soll ein großer Teil der 2,7 Mrd Fördermittel an z.B. Stadtwerke u.Ä. gehen, auch hier wären die Reseller also außen vor.
Tja, ist jetzt irgendwie blöde für z.B. den Anbieter mit dem besten Netz (laut eigener Aussage), ohne Geld in die Hand zu nehmen steht man dumm da, wenn man sich nicht auf Rummeckern, Klagen usw. verlassen will.
 
Sogar die Türkei als Nicht-EU-Mitglied hat Glasfaser, da sollte Deutschland sich schämen.
 
@Musti20: Flächendeckend?
 
Ein glück meine Region kümmert sich selbst darum anstatt sich auf die Telekom zu verlassen, denn wenn du das tust bist du verlassen http://www.breitbandnetzgesellschaft.de/start/
 
Lol. Wie kann man denn ernsthaft über 50Mbit meckern? Was ist denn mit den Randgebieten der deutschen Kreisstädte wo es nur 2000 oder 6000 gibt? Da vergeht einem ja schon die Freude wenn man zocken will UND Windowsupdates laufen. Geschweige denn noch ein Stream dazu!
Aber Ausbau? Nö. Gibt ja LTE und Kabel, dumm nur wenn im Mehrfamilienhaus kein Kabel liegt, und LTE ist Volumentarif. Also bleibt es langsam. "Läuft nicht bei mir"
 
@melaw: Und Kabel ist ja auch teils größere Bandbreitenschwankungen unterlgen wegen ebenfalls Sharedmedium...
 
Im Prinzip wäre ein Staatsbetrieb, welcher aber gut organsiert, effizient und immer Up-to-date was Technik angeht für Deutschland wohl nicht die schlechteste Möglichkeit! Egal ob Bahn oder Telekom

Schad dass die Politiker sich immer nur bis zur nächsten Wahl retten möchten und somit durch Privatisierungen kurzfristig Geld einnehmen um dann danach durch Subventionen oder im Extremfall re-Verstaatlichung die Gewinne/Vorstände/Aktionäre,... der jetzt privaten Firmen zu finanzieren.

Klar hinkt der Vergleich etwas, aber die Bundesbahn musste damals keine Gewinne erwirtschaften und den Verlust jedes Jahr zahlte der Bund. Jetzt mit den ganzen Regionalverkehrsauschreibungen wollen die Privatbahnen und DB nur Gewinne machen um damit dann in die Welt zu expandieren oder eben die Aktionäre zu bezahlen, womit im Umkehrschluss jetzt um diesen Gewinn und Verwaltungsverluste mehr Geld vom Bund ausgegeben werden muss. Eine reformierte und neuaufgestellte Bundebahn könnte das ohne Gewinnzwang billiger. Und selbiges würde ich auch für die Telekom sagen
 
Bei "Staatskonzern" hab ich aufgehört zu lesen...
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles