DSL-Vectoring: Brüssel stoppt jetzt die Telekom-freundliche Regelung

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Die Deutsche Telekom kann ihre Vorstellungen zum Ausbau ihrer DSL-Angebote dann wohl doch nicht so einfach durchsetzen, wie es aussah. Nachdem die Bundesnetzagentur den Plänen noch zustimmte, werden sie nun ausgerechnet von EU-Digitalkommissar Günther Oettinger ausgebremst.
Das Problem in der Regelung des Vectoring-Ausbaus besteht im Wesentlichen darin, dass es den bisherigen Bestrebungen zur Entflechtung des Festnetzes entgegenläuft. Lange wurde darum gerungen, dass diverse Zugangsprovider die Verteilerkästen vor der letzten Meile gleichberechtigt nebeneinander nutzen können. Das ist beim Vectoring aber nicht mehr möglich, da hier ein Anbieter die volle Kontrolle benötigt, um die höheren Bandbreiten durch eine Reduzierung aller Störimpulse zu erreichen.

Die Bundesnetzagentur hatte kürzlich weitgehend die Vorschläge der Deutschen Telekom übernommen, um den Ausbau der schnelleren DSL-Technologie in Fahrt zu bringen. Die Konkurrenten des Konzerns waren darüber natürlich nicht besonders glücklich und kritisierten ein Rückkehr in die Zeit des Monopols.

Dies fand nun in Brüssel Gehör. Die Regelungen zum Vectoring-Ausbau sollen jetzt einer tiefgehenden Prüfung unterzogen werden, teilte die EU-Kommission mit. Diese kann drei Monate dauern. Dabei soll besonders Augenmerk auf zwei Fragen gelegt werden: Haben die vorgelegten Pläne negative Auswirkungen auf den Wettbewerb? Und bremsen sie womöglich den Aufbau einer zukunftsfähigen Glasfaser-Infrastruktur?

Öttinger kontra Telekom

Dabei spricht es schon Bände, dass Oettinger, der der Telekom eigentlich sehr freundlich gesonnen ist, hier eine distanzierte Haltung einnimmt. "Unser Ziel ist es, beides zu ermöglichen: ein Ausbau der Netze und und einen qualitativ hochwertigen Zugang für Wettbewerber. Dafür benötigen wir jedoch ausreichende Garantien, die den Wettbewerb nachhaltig schützen und die Anreize schaffen, in zukunftsorientierte Netze für die Gigabit-Gesellschaft zu investieren", sagte er.

Die aktuellen Vorschläge scheinen zumindest in der jetzigen Form eine "erheblich einschränkende Wirkung auf alternative Betreiber" zu haben, hieß es weiter. Im Ergebnis könnte die Bundesnetzagentur aus Brüssel aufgefordert werden, die von ihr beschlossene Regelung zu ändern oder zurückzuziehen.

Ausbau-Pläne der Telekom
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