Sony Pictures-Hack: Ex-Mitarbeiter klagen wegen "Fahrlässigkeit"

Sony, Sony Pictures, Sony-Hack, GOP, Guardians Of Peace Bildquelle: Reddit
Der Hacker-Angriff auf das Hollywood-Studio Sony Pictures Entertainment wird die Gerichte sicherlich noch eine ganze Weile beschäftigen: Das betrifft nicht nur die (noch nicht ausgeforschten) Hacker bzw. Medien, die vertrauliche Informationen veröffentlichen, sondern Sony selbst. Denn nun klagen ehemalige Mitarbeiter.

Zwei Klagen

Das juristische Nachspiel des Sony-Pictures-Hacks wird zweifellos viele Ebenen haben. Eine davon betrifft ehemalige Mitarbeiter, die ersten Klagen wurden laut einem Bericht von Re/code bereits eingereicht. Denn die ehemaligen Sony-Angestellten werfen dem Filmstudio vor, dass ihre persönlichen Daten nicht ausreichend geschützt worden seien.

Die zwei Klagen (eine davon auf Bundesebene) wurden in Kalifornien, dem Sitz des Studios, eingereicht. Im Fall des US-weiten Vorgehens wird der Status einer Sammelklage angestrebt. Diese wirft Sony Pictures Entertainment Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit der Pflicht vor, die persönlichen Informationen von Mitarbeitern zu schützen.


Die beiden Kläger Michael Corona und Christina Mathis sind der Auffassung, dass "Sony es nicht geschafft hat, die Computer-Systeme, Server und Datenbanken abzusichern und das obwohl man diese Schwachstellen seit Jahren gekannt hat". Weiter wird Sony vorgeworfen, dass das Studio "wirtschaftliche Entscheidungen" getroffen habe und dabei das Risiko eingegangen sei, gehackt zu werden.

The Interview

Die zweite Klage wirft dem Studio u. a. vor, dass man "Risiken und Konsequenzen" im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Filmes "The Interview" bewusst eingegangen sei, da dieser trotz des Angriffs in die Kinos kommen soll. Hintergrund ist, dass die Hacker mit Nordkorea sympathisieren sollen, in der Komödie geht es um einen Attentatsversuch auf den Staatsführer Kim-Jong Un.

Stichhaltige Beweise für einen Zusammenhang mit Nordkorea liegen allerdings bislang nicht vor, auch wenn es zuletzt sogar Anschlagsdrohungen auf Kinos gegeben hat, die "The Interview" zeigen wollen. Der Anwalt des zweitgenannten Falls verweist zudem auf frühere Angriffe auf den japanischen Konzern (Playstation Network).

Siehe auch: Sony-Hacker drohen mit Gewalt gegen "The Interview"-Kinos Sony, Sony Pictures, Sony-Hack, GOP, Guardians Of Peace Sony, Sony Pictures, Sony-Hack, GOP, Guardians Of Peace Reddit
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