Sony droht Medien, beim Hack 'gestohlene Daten' zu veröffentlichen

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Vor kurzem kam es zu einen spektakulären Hacker-Angriff auf das Hollywood-Studio Sony Pictures: Dabei wurde nicht nur die IT-Infrastruktur ausgeschaltet, sondern auch zahlrieche Daten entwendet. Diese gelangten in weiterer Folge an die Öffentlichkeit, was Sony natürlich nicht passt. Nun droht der Konzern Medien und Journalisten, die derartige Infos veröffentlichen, mit ernsthaften Konsequenzen.

Informationsfreiheit

Es ist eine Diskussion, in der es um Grundsätze des Journalismus geht: Dürfen Medien Informationen an die Öffentlichkeit bringen, deren Quelle illegal oder zumindest zweifellhaft ist? Was im Falle der Leaks von Edward Snowden als Sieg der Informationsfreiheit bejubelt worden ist, führt im Fall des Sony-Picture-Hacks zu juristischen Drohgebärden seitens des Konzerns.

Denn wie die New York Times berichtet, hat Sony Pictures Entertainment an diverse Medien, darunter die NYT selbst, am gestrigen Sonntag einen "scharf formulierten Brief" geschickt, im dem man warnt, die im Rahmen des Hacks entwendeten Daten zu veröffentlichen oder gar zu besitzen.

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Der prominenente Anwalt David Boies schreibt, dass es sich bei den Sony-Daten um "gestohlene Informationen" handelt, diese müssten gemieden oder zerstört werden, wenn sie bereits heruntergeladen oder auf sonstige Weise erlangt worden sind.

In den Daten geht es um zahlreiche Interna des Filmstudios, darunter Manager-Gehälter, Gesundheitsdaten von Mitarbeitern sowie diverse Informationen zu Filmprojekten. Von besonders sensiblen Daten haben die Medien aber ohnehin die Finger gelassen und höchstens berichtet, dass es diese gibt, aber eben nicht, was genau drinsteht.

Es gibt aber auch Ausnahmen: So haben auch renommierte Medien über rassistische Inhalte in Richtung US-Präsident Barack Obama in einer Mail eines Sony-Produzenten berichtet. Die Aussagen führten in weiterer Folge zu einer öffentlichen Entschuldigung durch Amy Pascal, Co-Chairwoman von Sony Pictures.

Siehe auch: Sony flutet Torrents mit Fake-Clients, um Hack-Folgen einzudämmen

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