Peter Sunde: Pirate Bay-Gründer wird wie Schwerverbrecher behandelt
Die schwedischen Behörden bleiben gegenüber Peter Sunde, dem Mitbegründer des Torrent-Portals The Pirate Bay und verschiedener anderer Projekte, hart und denken nicht einmal vor dem Hintergrund familiärer Schicksalsschläge an ein Entgegenkommen.
Sunde war im Jahr 2012 wegen der Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Diese sitzt er derzeit ab. Als nun vor einiger Zeit sein Vater schwer erkrankte, stellte Sunde den Antrag, dass die Haftstrafe in einen Hausarrest oder offenen Vollzug umgewandelt wird, um noch etwas Zeit mit ihm verbringen zu können. Das wurde aber abgelehnt, wie die Europa-Abgeordnete der Piratenpartei, Julia Reda, berichtete, die Sunde in der Haft besuchte.
Der Pirate Bay-Gründer sitzt daher weiterhin in einem Hochsicherheits-Gefängnis, was im Normalfall eigentlich nur Kriminelle trifft, die schwerwiegende Taten begangen haben oder eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Sein Bruder berichtet davon, dass er inzwischen spürbar abgemagert ist und unter Schikanen der Beamten zu leiden habe.
Nun ist Sundes Vater verstorben. Immerhin - so könnte man angesichts der Situation sagen - wird es ihm gestattet, der Beisetzung persönlich beizuwohnen. Allerdings, so berichtet es das Magazin TorrentFreak, muss er dabei Handschellen tragen und ihm werden permanent zwei Aufpasser an die Seite gestellt. Und dies, obwohl Sunde keineswegs ein Gewalttäter ist und die Fluchtgefahr ebenfalls äußerst gering sein dürfte - immerhin steht für den November ohnehin die Entlassung an, nach der er wohl weiterhin in den von ihm mitgegründeten Firmen weiterarbeiten wird: Dem Spenden-Dienst Flattr und beim Krypto-Messenger Heml.is.
"Ich bin entsetzt angesichts dieser jüngsten Eskalation einer bereits extrem unverhältnismäßigen Strafe und Behandlung", kommentierte Reda die Situation. Sie forderte von den schwedischen Behörden, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. Ebensolches verlangen auch verschiedene Mitarbeiter der Filmindustrie - unter ihnen Regisseure, Drehbuchschreiber und Produzenten - die unter dem Slogan "Nicht in meinem Namen" persönlich ihre Solidarität mit Sunde ausdrücken.
Der Pirate Bay-Gründer sitzt daher weiterhin in einem Hochsicherheits-Gefängnis, was im Normalfall eigentlich nur Kriminelle trifft, die schwerwiegende Taten begangen haben oder eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Sein Bruder berichtet davon, dass er inzwischen spürbar abgemagert ist und unter Schikanen der Beamten zu leiden habe.
Nun ist Sundes Vater verstorben. Immerhin - so könnte man angesichts der Situation sagen - wird es ihm gestattet, der Beisetzung persönlich beizuwohnen. Allerdings, so berichtet es das Magazin TorrentFreak, muss er dabei Handschellen tragen und ihm werden permanent zwei Aufpasser an die Seite gestellt. Und dies, obwohl Sunde keineswegs ein Gewalttäter ist und die Fluchtgefahr ebenfalls äußerst gering sein dürfte - immerhin steht für den November ohnehin die Entlassung an, nach der er wohl weiterhin in den von ihm mitgegründeten Firmen weiterarbeiten wird: Dem Spenden-Dienst Flattr und beim Krypto-Messenger Heml.is.
"Ich bin entsetzt angesichts dieser jüngsten Eskalation einer bereits extrem unverhältnismäßigen Strafe und Behandlung", kommentierte Reda die Situation. Sie forderte von den schwedischen Behörden, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. Ebensolches verlangen auch verschiedene Mitarbeiter der Filmindustrie - unter ihnen Regisseure, Drehbuchschreiber und Produzenten - die unter dem Slogan "Nicht in meinem Namen" persönlich ihre Solidarität mit Sunde ausdrücken.
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