Pirate-Bay-Urteil aus 2010: jetzt auch Peter Sunde verhaftet

Pirate Bay, Piratenpartei, Peter Sunde Bildquelle: shareconference
Peter Sunde, einer der Mitbegründer der BitTorrent-Plattform The Pirate Bay, ist in seiner Heimat Schweden verhaftet worden. Sunde sei am Sonnabend auf einer Farm bei Skåne Tonganoxie festgenommen worden, schreibt die schwedische Zeitung Expressen.


Geld- und Haftstrafe noch offen

Hintergrund ist eine Verurteilung aus dem Jahr 2010. Ein schwedisches Gericht hatte Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm Warg, Peter Sunde und Carl Lundström nach dem Prozess 2009 zunächst jeweils zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 2,83 Millionen Euro wegen Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung verurteilt. 2012 wurde das Urteil schließlich auf acht Monate Freiheitsentzug gesenkt und rechtskräftig. Weder die Geldstrafe noch die Haftzeit wurden bislang von Sunde abgeleistet. Sunde ist der Zweite, der von den Behörden aufgegriffen wurde. Gottfrid Svartholm Warg war nach dem Untertauchen in Kambodscha 2012 verhaftet und schließlich im verangegnen Jahr noch aufgrund weiterer Vorwürfe (unter anderem Steuerhinterziehung und Betrug) zu einer weiteren Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.



Politisches Leben

Sunde ist aktuell als Spitzenkandidat der finnischen Piratenpartei als Kandidat für die Präsidentschaft der EU-Kommission nominiert. Nach Bekanntwerden der Verhaftung hat sich deshalb auch die Piratenpartei Deutschland zu Wort gemeldet:

"Peter Sunde ist das Opfer eines Schauprozesses der Copyright-Lobby gegen die private Nutzung von Inhalten im Netz. Die Anklagepunkte gegen Sunde waren ähnlich absurd wie im Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Megaupload-Betreiber Kim Schmitz. The Pirate Bay ist eine Infrastruktur, die zu verschiedensten Zwecken genutzt wird. The Pirate Bay stellt lediglich Links zu Torrents, also zu besonders leistungsfähigen Protokollen zum schnellen Datenaustausch, zur Verfügung. Mit dem Urteil sollen schlicht Nutzer kriminalisiert und abgeschreckt werden«, erklärt Bruno Kramm, Urheberrechtsbeauftragter der Piratenpartei Deutschland in einer Pressemitteilung.

"Bleibt die Politik untätig, drohen Sunde aktuell mindestens acht Monate Freiheitsentzug und eine Schadensersatzzahlung in Höhe von ca. 5,2 Millionen Euro." Pirate Bay, Piratenpartei, Peter Sunde Pirate Bay, Piratenpartei, Peter Sunde shareconference
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