Laut EU haben alle Europäer Zugang zu Breitband-Internet
Die EU-Kommission sieht ihre Aufgaben hinsichtlich des Einstellens Europas auf das Internet-Zeitalter im Wesentlichen gelöst. Die meisten Ziele, die man sich bis zum Jahr 2015 gesetzt hat, seien erreicht und immer mehr Europäer sind online aktiv.
"Die meisten Europäer führen heute ein Leben in der digitalen Welt, und sie wollen noch mehr davon", erklärte Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission. So sei der Anteil der Menschen, die mindestens einmal pro Woche online sind, seit 2010 von 60 auf nun 72 Prozent gestiegen. An der Spitze mit über 90 Prozent Internetnutzern stehen Dänemark, Schweden, die Niederlande und Luxemburg.
Dabei haben viele Nutzer keineswegs Grund zum Jubeln, da ihre DSL-Anbindungen vergleichsweise langsam sind oder sie per Mobilfunk mit einem streng begrenzten Datenvolumen angebunden sind. Und die erwähnten Satelliten-Dienste sind in der Praxis eher keine brauchbare Alternative zu einer echten Breitband-Anbindung.
Dies räumt die EU-Kommission aber durchaus ein. Nur 18 Prozent der Haushalte in ländlichen Gebieten hätten derzeit einen schnellen Breitband-Internetzugang mit 30 Megabit pro Sekunde oder mehr. Hier bestünde daher weiterhin die Gefahr, dass diese Regionen noch über einige Zeit von der Entwicklung im Netz abgehängt bleiben, wenn beim zukünftigen Ausbau keine entsprechenden Schwerpunkte gesetzt werden.
Eine Frage der Definition
Dass die Zielsetzungen der EU-Kommission sich nicht unbedingt mit den wachsenden Ansprüchen vieler Anwender decken, zeigt sich allerdings bereits bei der Infrastruktur. "Das Problem des Internetzugangs haben wir gelöst", verkündete Kroes hier stolz. Hundert Prozent der Europäer hätten nun Zugang zu einem Breitbandnetz, meistens mit mehreren Wahlmöglichkeiten wie Glasfaser, TV-Kabel, DSL oder 3G/4G-Mobilfunk. Zumindest aber stünde allen Europäern eine erschwingliche Zugangsmöglichkeit zu einem breitbandigen Satellitendienst zur Verfügung.Dabei haben viele Nutzer keineswegs Grund zum Jubeln, da ihre DSL-Anbindungen vergleichsweise langsam sind oder sie per Mobilfunk mit einem streng begrenzten Datenvolumen angebunden sind. Und die erwähnten Satelliten-Dienste sind in der Praxis eher keine brauchbare Alternative zu einer echten Breitband-Anbindung.
Dies räumt die EU-Kommission aber durchaus ein. Nur 18 Prozent der Haushalte in ländlichen Gebieten hätten derzeit einen schnellen Breitband-Internetzugang mit 30 Megabit pro Sekunde oder mehr. Hier bestünde daher weiterhin die Gefahr, dass diese Regionen noch über einige Zeit von der Entwicklung im Netz abgehängt bleiben, wenn beim zukünftigen Ausbau keine entsprechenden Schwerpunkte gesetzt werden.
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Christian Kahle
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