Manning will nicht als Pazifistin dargestellt werden
Die Wikileaks-Informantin Chelsea Manning hat etwas irritiert darauf reagiert, dass ihr der Preis einer Friedensorganisation verliehen wurde. Sie sei nicht glücklich über das Bild, das teils in der Öffentlichkeit von ihr gezeichnet werde.
Das erklärte Manning in einer Stellungnahme, die die britische Tageszeitung The Guardian veröffentlichte. Darin wurde betont, dass es falsch sei, sie als Antikriegs-Aktivistin oder Pazifistin einzuordnen. Beim Herausschmuggeln und Veröffentlichen der Kriegstagebücher aus dem Irak und Afghanistan sowie der Depeschen von US-Botschaften sei sie von ganz anderen Motiven getrieben gewesen.
Statt dessen sei es darum gegangen, Transparenz herzustellen und die US-Bevölkerung besser zu informieren. "Ich habe das Gefühl, dass die Öffentlichkeit nicht entscheiden kann, welche Maßnahmen und welche Politik gerechtfertigt sind und welche nicht, wenn sie nicht einmal die grundlegenden Details über diese und ihre Auswirkungen kennen", so Manning.
Wie Manning weiter ausführte, sei sie doch verwundert darüber, was außerhalb des Militärgefängnisses, in dem sie inhaftiert ist, teils ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung verbreitet wird. Dies bezog sich unter anderem auf die Rede der ehemaligen US-Soldatin und inzwischen prominenten Friedensaktivistin Ann Wright, die kürzlich den Sean MacBride-Friedenspreis im Namen Mannings entgegen nahm.
"Nun, ich kann akzeptieren, dass aus meinen Aktivitäten Schlussfolgerungen für den Einsatz für Frieden und gegen Kriege abgeleitet werden - diese basieren dann aber ausschließlich auf einer subjektiven Interpretation der Primärquellen", führte Manning aus.
Es sei aber ebenso statthaft, bei der Interpretation der Dokumente zum genau gegenteiligen Schluss zu kommen und zu sagen: "Hey, schau dir die Unterlagen an, sie zeigen deutlich, dass dieser Krieg gerechtfertigt ist." Wright entschuldigte sich inzwischen übrigens bei Manning dafür, den Preis auf diese Art entgegengenommen zu haben.
Statt dessen sei es darum gegangen, Transparenz herzustellen und die US-Bevölkerung besser zu informieren. "Ich habe das Gefühl, dass die Öffentlichkeit nicht entscheiden kann, welche Maßnahmen und welche Politik gerechtfertigt sind und welche nicht, wenn sie nicht einmal die grundlegenden Details über diese und ihre Auswirkungen kennen", so Manning.
Wie Manning weiter ausführte, sei sie doch verwundert darüber, was außerhalb des Militärgefängnisses, in dem sie inhaftiert ist, teils ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung verbreitet wird. Dies bezog sich unter anderem auf die Rede der ehemaligen US-Soldatin und inzwischen prominenten Friedensaktivistin Ann Wright, die kürzlich den Sean MacBride-Friedenspreis im Namen Mannings entgegen nahm.
"Nun, ich kann akzeptieren, dass aus meinen Aktivitäten Schlussfolgerungen für den Einsatz für Frieden und gegen Kriege abgeleitet werden - diese basieren dann aber ausschließlich auf einer subjektiven Interpretation der Primärquellen", führte Manning aus.
Es sei aber ebenso statthaft, bei der Interpretation der Dokumente zum genau gegenteiligen Schluss zu kommen und zu sagen: "Hey, schau dir die Unterlagen an, sie zeigen deutlich, dass dieser Krieg gerechtfertigt ist." Wright entschuldigte sich inzwischen übrigens bei Manning dafür, den Preis auf diese Art entgegengenommen zu haben.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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