Manning: "Ich heiße Chelsea und bin eine Frau"

Nach dem Abschluss des Gerichtsverfahrens gegen Bradley Manning war nun offenbar endlich auch Raum, um einen weiteren Punkt im Leben anzugehen: Die schon seit einiger Zeit in Gerüchten kolportierte Transsexualität.

"Da ich nun in die nächste Phase meines Lebens übergehe, will ich, das jeder mein wahres Ich kennt. Ich bin Chelsea Manning. Ich bin eine Frau. Das ist die Art wie ich fühle und wie ich seit meiner Kindheit gefühlt habe", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme, die in "Today" vom US-Fernsehsender NBC bekannt gemacht wurde.

Manning erklärte, schnellstmöglich mit einer Hormontherapie beginnen zu wollen. Der Anwalt David Coombs, der die US-Soldatin im Verfahren wegen der Weitergabe internet Informationen des Militärs an die Whistleblower-Plattform Wikileaks vertreten hatte, erklärte, dass die Verantwortlichen im Militärgefängnis Fort Leavenworth diesem Wunsch entsprechen werden. "Wenn Fort Leavenworth das nicht tut, werde ich alles in meiner Macht stehende tun, um sie dazu zu zwingen", führte er aus.

Die Transsexualität Mannings war bereits im Gerichtsverfahren von der Verteidigung thematisiert worden. Der daraus gerade in einer Organisation wie dem Militär entstehende Druck auf einen Menschen wurde als entlastender beziehungsweise strafmildernder Punkt ins Feld geführt.


Manning bat auch die Unterstützer, ihre Entscheidung zu akzeptieren und zukünftig den gewählten Vornamen Chelsea zu verwenden - mit Ausnahme von Post, die eventuell ins Gefängnis zugestellt werden soll. Hier würde das aus formalen Gründen noch nicht funktionieren.

Die kommende Zeit dürfte für Manning hinsichtlich der Haftbedingungen somit nicht gerade einfacher werden, da sie weiterhin in ein Gefängnis für männliche Insassen gesteckt wird. Eine Unterbringung in einer Haftanstalt für Frauen erfolgt in der Regel erst nach einer geschlechtsangleichenden Operation.

Wie Coombs weiter berichtete, habe seine Mandantin auf die gerade erst erfolgte Urteilsverkündung gefasst reagiert. Während er selbst den Tränen nahe war, so berichtete der Anwalt, habe Manning gesagt: "Mach dir keine Sorgen. Es ist in Ordnung. Ich weiß, dass du dein Bestes gegeben hast. Ich werde das durchstehen."
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äh, ja...
 
@kkp2321: Müsste ich für 35 Jahre in den Knast, würde ich auch lieber in den Frauentrakt wechseln wollen ;-)
 
Erstmal Kompliment an WF dass Mannings Wunsch entgegengekommen wird. Aber irgendwie wirkt das schon komisch - Manning transexuell, Greenwald schwul, Assange angeblich Vergewaltiger. Das kommt der US-Regierung in Bezug zu deren christlichen-fundamentalistischen "Werten" und Bevölkerungsgruppen sicher ganz und garnicht ungelegen
 
@lutschboy: Greenwald war von Anfang an Homosexuell. Manning erzählt dies jetzt, erklärt evtl. sein "unpatriotisches" verhalten. Assange wurde zum Vergewaltiger gemacht, höchstwahrscheinlich durch Geld der USA an die Frauen. Ich sehe hier überhaupt nichts komisches, vor allem da Greenwald es sich garantiert nicht Ausgesucht hat, von Snowden erwählt zu werden. Der wurde garantiert vom Guardian dafür auserkoren.
 
@Knarzi81: Es geht mir darum dass Greenwalds Homosexualität in den Medien kein Thema war und somit auch fast allen unbekannt, bis sein Partner festgesetzt wurde. Könnte also durchaus eine gesteuerte Inszenierung zur Medienmanpulation gewesen sein eben wie die Vergewaltigungsvorwürfe bei Assange


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