Manning richtet offizielles Gnadengesuch an Obama

Die WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning hat nun offiziell ihr Gnadengesuch beim US-Präsidenten Barack Obama eingereicht. Kürzlich wurde sie von einem Militärgericht zu 35 Jahren Haftstrafe verurteilt.

Wie Mannings Anwalt David Coombs mitteilte, wurde der bereits kurz nach der Urteilsverkündung angekündigte Antrag nun ans Weiße Haus in Washington, D.C., übermittelt. Unterstützt wird dieser von einer Petition, in der inzwischen über 22.000 US-Bürger die Entlassung Mannings fordern. Ein Sprecher Obamas hatte bereits erklärt, dass das Gesuch wie bei jedem anderen Antragsteller geprüft werde.

Manning wurde wegen der Weitergabe zahlreicher Dokumente aus den Netzen der US-Regierung und des Militärs an die Whistleblower-Plattform Wikileaks verurteilt worden. Das Urteil zog außerdem eine Degradierung und die unehrenhafte Entlassung aus dem Militärdienst nach sich. Aktuell sitzt die Informantin in Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas in einem Militärgefängnis ein.


Sollte das Gnadengesuch abgelehnt werden, wird der Fall die US-Justiz wohl weiterhin beschäftigen. Routinemäßig wird das Urteil bereits von einem Berufungsgericht überprüft. Weiterhin besteht die Möglichkeit, gegen die Entscheidung über mehrere Instanzen hinweg bis zum Obersten Gerichtshof der USA zu klagen. Sollte all dies keinen Erfolg bringen, könnte Manning nach dem jetzigen Stand frühestens in neun Jahren wegen guter Führung auf Bewährung entlassen werden, da die weit mehr als drei Jahre Untersuchungshaft, die bereits abgesessen wurden, auf das Strafmaß angerechnet wird.

Das Verfahren wurde noch gegen den Soldaten Bradley Manning geführt. Nach dem Urteil teilte Manning allerdings mit, zukünftig mit einer weiblichen Identität leben zu wollen und eine Hormontherapie anzustreben. Coombs erklärte den Schritt damit, dass Mannings Ziel nun darin bestehe, die Person zu sein, die sie bisher nicht sein konnte.
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Das wird Obama als Friedensnobelpreisträger auch ohne mit der Wimper zu zucken unterschreiben, ist doch Ehrensache.
 
@RobCole: Hah... ich glaube so langsam, das liegt eigentlich alles nur am Friedensnobelpreis - seit er den hat, ging es konstant bergab.
 
@RobCole: Aber klar doch. "Such acts of courage and patriotism, which can sometimes save lives and often save taxpayer dollars, should be encouraged rather than stifled." (Obama, 2008)
 
@RobCole: Obama kann man wegen des Erhalts des Friedensnobelpreises nichts anlasten. Dagegen konnte er sich ja nicht wehren. Ich find schlimmer, daß dieses Komitee den überhaupt an eine Person vergeben hat, die noch nicht wirklich was leistete. Da gab es sicherlich andere, die diesen mehr verdient hatten!
 
@Dario: Er hätte den Preis ablehnen können, Preise sind nicht verbindlich. Machen sich nur besser in der eigenen Vita und unter "Gleichgesinnten".


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