ASUS gibt Tablets mit Windows RT enttäuscht auf

Nach Samsung hat nun mit ASUS ein weiterer wichtiger Hardware-Partner von Microsoft bekanntgegeben, dass man auf die Entwicklung neuer Geräte mit Windows RT vorerst verzichten wird. Der ASUS-Vorsitzende Johnney Shih sieht in ihnen seinen ersten großen Fehltritt.

Im Gespräch mit All Things D erklärte Shih, dass der Vertrieb von Tablets mit Windows RT, dem Windows 8-Derivat für ARM-basierte Plattformen, bisher nicht die Erwartungen von ASUS erfüllt hat. Die Ergebnisse seinen bisher nicht sehr vielversprechend, so der taiwanische Manager.

Shih hatte mit der Einführung der ersten Netbooks, Hybrid-Produkten aus Tablets und Smartphones und dem ASUS Fonepad einigen Erfolg, doch mit den Geräten auf Basis von Windows RT lag er nach eigenen Angaben falsch. Für die Zukunft wollte er die Einführung neuer Tablets auf der Basis von Microsofts ARM-Betriebssystem nicht ausschließen, doch vorerst setzt ASUS nun auf andere Geräte.

Statt ARM-Prozessoren zu verwenden, wolle man nun Zeit und Energie lieber in Produkte mit Intel-CPUs investieren. Als einen Grund für den Strategiewechsel nannte Shih den Umstand, das viele Anwender noch immer Windows-Anwendungen für den klassischen Desktop nutzen. Weil diese unter Windows RT nicht genutzt werden können, seien entsprechend ausgestattete Geräte kaum attraktiv.


Microsoft habe außerdem einige andere Fehler gemacht, was sich unter anderem daran zeige, dass eine der beliebtesten Anwendungen für Windows 8 ein Programm ist, das eine Art klassisches Startmenü zugänglich macht.

Für die nähere Zukunft stellte Shih unter anderem die Entwicklung neuer Tablets auf Basis von Windows in Aussicht, die mit Displaygrößen zwischen acht und zehn Zoll aufwarten sollen. Entsprechende Prototypen hatte Microsoft anlässlich der Computex 2013 im Juni erstmals präsentiert. Als Basis dieser Geräte sollen die neuen Intel "Silvermont"-Prozessoren der "Bay Trail"-Plattform dienen, die bis zu vier stromsparende x86-Rechenkerne bieten.
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Microsoft sollte Windows RT aufgeben, das Konzept klappt so einfach nicht. Wenn man Windows liest, will man auch den vollen Funktionsumfang, samt der Installation von allen erhältlichen Programmen - wie man es eben von Windows gewohnt ist. Diese "Kastration" passt einfach nicht zu Windows. Eines DER Argumente für Windows war schon immer "Da läuft einfach alles und es gibt Alternativen ohne Ende. Jeder Drucker, Scanner, Kamera funktioniert. Egal welche Software ich brauche - gibt es. Egal was ich machen möchte - es geht!"...
 
@hhgs: So daneben war Win RT sicher nicht, allerdings waren die Dinger viel zu teuer und die Einführung von Metro in Win8 hat deren Ruf natürlich völlig versaut.
 
@hhgs: Aufgeben: Nein. Ändern: Ja. Ich finde Microsoft hat einfach oft Schwierigkeiten klare Aussagen zu Produkten zu machen und diese dem Kunden auch so zu kommunizieren. Letztes Beispiel für solch ein Versagen ist die Xbox One. Das ganze hick hack, falsch Aussagen und zurück Rudern war einfach nur sehr verunsichernd für die Kunden. Zune war gut, Surface und RT sind gut. Das Management ist schlecht.
 
@hhgs: Man hätte von Anfang an ein gemeinsames OS für Mobiltelefone und ARM-Tablets entwickeln sollen und deren Oberfläche inkl. App-API auch optional für den Windows-7-Nachfolger anbieten sollen. Ich denke, auf diese Weise wäre die Struktur der Produktpalette besser fassbar gewesen, es gäbe immer noch ein Desktop-OS und auch x86-Tablets mit Modern UI wären möglich gewesen.
 
[re:4] Kuli am 30.07.13 18:17 Uhr
(-1
@hhgs: Im Vergleich mit iOS und Android waren die RT-Dinger durchaus gut. Leider hat niemand das Konzept verstanden. Aber es ist ja an sich nicht verkehrt, wenn nur noch auf 8 gesetzt wird. Denn 8-Tablets sind der Konkurrenz haushoch überlegen. Kann ja nur besser sein!


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