EU: Die Chip-Industrie soll zweites Airbus werden

Die EU-Kommission will viel Steuergeld in die Hand nehmen, um den Kontinent im Bereich der Chip-Produktion wieder zu einem globalen Schwergewicht zu machen - ähnlich, wie es bereits durch Airbus im Flugzeugbau geschah.

Der Plan von Neelie Kroes, der Vizechefin der EU-Kommission und Verantwortlichen für die digitale Agenda, sieht über die kommenden sieben Jahre hinweg Investitionen von rund 5 Milliarden Euro vor. Das Ziel besteht darin, dass Europa seinen Anteil an der globalen Halbleiter-Produktion auf 20 Prozent verdoppelt.

Das Geld soll dafür in die Forschung und Entwicklung investiert werden. Der Plan besteht darin, dass die Chiphersteller Europas etwa die gleiche Summe aufwenden und damit ein gutes Stück vorankommen. Mit dem Kapital werden allerdings keine Fertigungsanlagen oder ähnliches subventioniert. Diese müssen die Unternehmen sich selbst beschaffen.


"Die Anderen investieren aggressiv in Computer-Chips und Europa kann da nicht zurückstehen", erklärte Kroes in Brüssel die Motivation hinter ihrem Plan. Die in den letzten Jahren ins Hintertreffen geratenen europäischen Hersteller sollen durch das Projekt gestärkt werden, damit sie selbst wieder international wettbewerbsfähig sind.

Im Zuge dessen soll es aber nicht nur bei der Ausschüttung von Geld durch die EU-Kommission bleiben. Vielmehr will man mit dem Vorhaben auch von Brüssel aus die öffentlichen Investitionen der Mitgliedsstaaten und auf regionaler Ebene stärker koordinieren. Das Projekt beruht dabei auf der bereits länger formulierten Erkenntnis, dass die digitale Wirtschaft ein wichtiger Faktor für Europas Zukunft sein wird.

"Ich will, dass Europa mehr Chips produziert, als es die USA im Inland tun", erklärte Kroes. Dies sei durchaus ein realistisches Ziel, wenn die Anstrengungen in dem Bereich gebündelt werden. Der Fokus soll dabei auf einer engeren Vernetzung der bestehenden Produktionszentren in Dresden, Eindoven, Leuven und Grenoble mit den Design-Clustern in Cambridge und Mailand liegen.
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Ich hätte nichts dagegen. Dann bräuchte man aber auch erstmal konkurrenzfähige Produkte hier
 
Hoppla und da regt man sich über chinesische Solar Subventionen auf ? Die EU will sich das wohl mir aller Macht mit Asien verscherzen ?
 
@malocher: wäre doch super wenn endlich wieder viel mehr in Europa hergestellt wird als alles in China
 
Wenn die EU Strafzölle auf aussereuropäische Produkte legen würde, dann hätten wir dieses Problem gelöst. Dann wären auch keine Subventionen nötig, die eh wieder in den Taschen der Elite landen (ganz zu schweigen vom zusätzlichen Geld das dadurch in die leeren EU Kassen geschwemmt würde. Bis jetzt haben alle Subventionen der EU dazu geführt dass sie jede Menge Geld kosteten aber nicht wirklich viel brachten. Stafzölle sind ein Schutzmechanismus, den die Chinesen seit jeher auf Waren und Produkte anwenden, die nach China importiert werden. Es wäre also nur eine gleichstellung der Handelsmechanismen.
 
@Traumklang: einfach mal gleiche Mechanismen einführen dürfte helfen. Sonderzölle auf subventionierte Waren aus China, aber auch penible Einreisekontrollen und Datensamelei über US-Bürger bei EInreise in die EU .... usw. ..... einfach nur Ausgleich, bis es sich alle Seiten überlegen und den Blödsinn dann bleiben lassen.


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