EU: Die Chip-Industrie soll zweites Airbus werden

Die EU-Kommission will viel Steuergeld in die Hand nehmen, um den Kontinent im Bereich der Chip-Produktion wieder zu einem globalen Schwergewicht zu machen - ähnlich, wie es bereits durch Airbus im Flugzeugbau geschah. mehr... Europa, Neelie Kroes, StartupEurope Bildquelle: Sebastiaan ter Burg / Flickr Europa, Neelie Kroes, Kroes, StartupEurope Europa, Neelie Kroes, Kroes, StartupEurope Sebastiaan ter Burg / Flickr

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Ich hätte nichts dagegen. Dann bräuchte man aber auch erstmal konkurrenzfähige Produkte hier
 
Hoppla und da regt man sich über chinesische Solar Subventionen auf ?
Die EU will sich das wohl mir aller Macht mit Asien verscherzen ?
 
@malocher: wäre doch super wenn endlich wieder viel mehr in Europa hergestellt wird als alles in China
 
Wenn die EU Strafzölle auf aussereuropäische Produkte legen würde, dann hätten wir dieses Problem gelöst. Dann wären auch keine Subventionen nötig, die eh wieder in den Taschen der Elite landen (ganz zu schweigen vom zusätzlichen Geld das dadurch in die leeren EU Kassen geschwemmt würde. Bis jetzt haben alle Subventionen der EU dazu geführt dass sie jede Menge Geld kosteten aber nicht wirklich viel brachten. Stafzölle sind ein Schutzmechanismus, den die Chinesen seit jeher auf Waren und Produkte anwenden, die nach China importiert werden. Es wäre also nur eine gleichstellung der Handelsmechanismen.
 
@Traumklang: einfach mal gleiche Mechanismen einführen dürfte helfen. Sonderzölle auf subventionierte Waren aus China, aber auch penible Einreisekontrollen und Datensamelei über US-Bürger bei EInreise in die EU .... usw. ..... einfach nur Ausgleich, bis es sich alle Seiten überlegen und den Blödsinn dann bleiben lassen.
 
@Traumklang: mimimi Die bösen Chinesen! mimimimi
 
@s3m1h-44: Die Japaner sind auch nicht ohne! Die essen rohen Fisch! Und vermutlich auch kleine Kinder!
 
@sLiveX: mimimi alle böse außer wir Deutschen mimimi :D
 
massiv Steuergelder also, so so. Wir bezahlen es und ratet mal, wer die Gewinne abschöpft ..... immer wieder faszinierend und erschreckend, welche neuen Ideen zum Umverteilen von Geld vom Bürger weg und hin zum Konzern da geboren werden ..... Klar ist es toll, wenn in Europa eigene Kompetenz aufgebaut wird, aber wieso soll immer der Bürger alles zahlen? Arbeit stirbt langsam aus, das sog. Leistungsprinzip steht vor seinem Ende .... wie bitte soll der einfache Bürger künftig sein Leben bestreiten?
 
Ich finde es toll! Ich studiere in die Richtung und kann deshalb nur daraus profitieren! Freue mich schon darauf, in der Halbleiterbranche tätig zu werden.
 
@s3m1h-44:

Träum weiter. Das ist eine Industrie, die nicht von einer staatlichen (oder überstaatlichen) Institution "verordnet" werden kann. Das hat viel mit Ideenreichtum, Risikovertrauen, Innovation und aufgeschlossener Mentalität zu tun. Dinge, die wir im überalterten Europa leider immer mehr verlieren ...
 
@holyfetzer: Völliger Blödsinn. Dieses alte Europa hat viel mehr drauf als du denkst.
 
@Tarantel:
Das sind aber nicht die, die an den Hebeln sitzen (werden).
 
@holyfetzer: Wie auch immer ist die Halbleiterbranche eine Branche, in der aus "Sand" Gold gemacht wird! :P
 
Ich hoffe, es wurde genau abgewägt, ob diese Subventionen wirklich Europa voranbringen. 5 Mrd ist eine große Summe. Und aus meiner Sicht wird hier in Ziele gesteckt, die einfach nicht realisierbar sind. Chip-Entwicklung gehört der USA. Ich glaube kaum, dass es überhaupt möglich ist hier den Rückstand noch verkleinern. Es wird sogar kaum möglich sein, diesen Rückstand auf diesem Stand zu halten.

Ich hoffe EU hat sich dabei was gedacht und es ist doch realistisch hier noch aufzuholen.
 
@yournightmare: Das wird ausgehen wie die Abwrackprämie - am Ende landet das Geld doch wieder in Übersee. Kostet ja auch nix, der Steuerzahler hats ja ....
 
Wenn der Satz eines Politiker mit "Ich will, dass ...." anfängt, dann ist alle Hoffnung verloren. Das heißt übersetzt "Ich habe keine Ahnung von dem was ich rede aber ich will das auch haben, weil es andere eben erfolgreich machen".
 
Oh ha, hier sticht dieser typisch deutsche Pessimismus sehr hervor. Und genau das ist ein wichtiger Grund, warum es in Deutschland eben KEIN Silicon Valley gibt. Bloß in Nichts investieren, es könnte ja eine Fehlinvestition sein!

Je mehr komplexe Güte eine Wirtschaft herstellen kann, desto gesünder ist sie. Warum also sollten wir den Halbleiter Sektor nicht stärken, denn er ist in der Tat in Europa unterentwickelt?
Natürlich kostet das heute Geld. Aber es sorgt auch dafür, dass auch morgen noch Leute hier arbeiten können und nicht nach Korea auswandern müssen, um einen anständigen Lohn zu bekommen.
 
@Wolfgang3: Halt den Ball flach und hör auf, Blödsinn zu labern. Kein Mensch ist hier gegen Investitionen. Deinen angeblichen "typisch deutsche Pessimismus" hast du jedenfalls frei erfunden, diese wirklich dumme und hinterfotzige Art der Verleumdung kannst du dir schenken. Man wird ja wohl mal überlegen dürfen, warum man nicht die vorhandenen Hersteller hier und da fördert oder entlastet. Nein, es müssen mal wieder Steuergelder sein, um Milliardenschwere Investitionen zu tätigen, erfahrungsgemäß versickert ein Teil davon schon direkt nach Freigabe der Mittel in die Taschen der Lobbyisten und der Rest wird nach 15 Jahren als Fehlinvestition abgeschrieben. Auf der einen Seite also Milliarden an die Wirtschaft verschenken, auf der anderen Seite wird bei vergleichweise richtig kostengünstigen Investitionen wie Kindergärten, Jugendarbeit, Stadtentwicklung usw. usw. gespart und geknausert. Wenn man nur BRUCHTEILE der verschleuderten Summen an die Bürger ausschütten würde, beispielsweise indem man hier und da Steuern und Abgaben zurück fährt oder eben das Kindergeld aufstockt, dann tut man viel gegen sotiales Elend und das Geld würde regional der Wirtschaft zugute kommen. Warum nicht mal den Bürger und über sein Geld den Mittelstand fördern, statt immer nur die ganz großen Summen direk an die ganz Großen zu verschleudern auf Kosten der Kleinen, die ohnehin schon schlechter dran sind? Also schalte doch bitte mal dein Hirn ein und lass die saudoofen Unterstellungen stecken. Das heutige Geld sorgt eben mit Sicherheit nicht für Arbeitsplätze morgen, da gibt es bessere Wege zur Wirtschaftförderung in Europa. Halbleitersektor stärken ist ok, aber wo bleiben da die Eigenbeteiligungen der Firmen? Oder wo bleibt die Dividende an die Volkswirtschaften, wenn eine Branche mit Steuermittels aufgebaut und dann tatsächlich selbstständig wirtschaften und Gewinne erwirtschaften kann? Diesen Teil hast du wohl völlig ausgeblendet, aber lieber mal kleine Korea-Gruselgeschichten vortragen .....
 
@Drachen:
5 Mrd €->"vergleichweise richtig kostengünstigen Investitionen wie Kindergärten, Jugendarbeit" -> vielen Dank, dass du deine geballte Kompetenz in diese Diskussion einbringst.
Aber mal ehrlich, Europa muss auch international mitspielen können. Nur auf den Binnenmarkt und Mittelstand zu setzen, wäre auch eine Umkehr der Globalisierung, die sowieso kein Land der Welt aufhalten kann.
Vielleicht ist es dir ja auch schon einmal in den Sinn gekommen, dass das "Steuergeld", mit dem soetwas immer bezahlt wird (womit sonst), zu einem großen Teil auch von Unternehmen kommt, und sich nicht alleine aus Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer zusammensetzt.
Das Beantwortet dann auch teilweise deine Frage nach der Dividende (Unternehmenssteuern). Zu einem anderen Teil gibt es noch weitere Vorteile wie mehr Arbeitsplätze und eine weiter verbesserte intereuropäische Zusammenarbeit (wenn das wirklich so wie Airbus hochgezogen werden soll). Und nicht zuletzt einen weiteren starken Wirtschaftszweig (je mehr Wirtschaftszweige funktionieren, desto besser).
Viele europäische Länder haben ein großes Problem damit, dass deren Wirtschaft zu einseitig ausgerichtet ist (Finanzsektor und Tourismus). So eine Initiative, um einen weiteren Sektor zu stärken, finde ich desshalb sehr gut.
 
@Wolfgang3: Wo genau habe ich mich gegen Internationalität ausgesprochen? Und wo habe ich mich dafür ausgesprochen, "Nur auf den Binnenmarkt und Mittelstand zu setzen"? Es braucht ein gesundes Gleichgewicht. Zum Rest schreibe ich besser nichts, auch dort diskutierst du gegen Argumente an, die nicht von mir kamen und deine Replik ist daher reine Spiegelfechterei. Dein Plädoyer für eine gesunde Wirtschaft auf vielen Standbeinen kann ich ohnehin nur unterschreiben und ich wüsste auch keinen Grund, wieso irgendwer was dagegen haben sollte. Schönen Tag noch :)
 
@Drachen:
"Warum nicht mal den Bürger und über sein Geld den Mittelstand fördern, statt immer nur die ganz großen Summen direk an die ganz Großen zu verschleudern". Diesen Satz habe ich so verstanden, als wolltest du unmittelbare Förderungen am Bürger vornehmen, was natürlich die größten Auswirkungen auf den Binnemarkt und den Mittelstand (z.B. Einzelhandel) hat.
Tatsächlich verfolgt eine Förderung der Industrie mittelbar auch das gleiche Ziel, nämlich dass die Bürger mehr in der Tasche haben.
Und beim gesunden Gleichgewicht stimme ich dir zu. Deshalb verstehe ich nicht, warum selbst bei der geringen Summe von 5 Mrd € sofort wieder gesagt wird, das solle man doch alles für die Standardförderungen (Kindergärten, Jugendarbeit, Stadtentwicklung) verwenden. Welchen Betrag dürfte man denn auch mal eben nicht in "Kindergärten, Jugendarbeit, Stadtentwicklung" stecken? Hältst du 5€ für angemessen, um etwas gegen die europäische Rückstandigkeit im Halbleitersektor zu unternehmen? Nur um die Tragkraft dieses Sektors zu betonen: Südkorea hat sich hauptsächlich mit Elektrotechnik von der zweiten in die erste Welt gekämpft.
Zum Spiegelfechten: nicht jedes Argument muss (und kann) ein Gegenargument sein. Das Argument der Dividende über Unternehmenssteuern war in diesem Falle allerdings eines.
 
Wie war das, ach ja z.B. Spanische Tomaten, Oliven, Orangen in spanischen Gewächshäusern, die wegen dem starken Wasserverbrauch dafür sorgen, das Teile von Spanien auf gut oder lang verwüsten; EU-Fischfangflotten vor Afrika, damit die dortigen Fischer nichts mehr haben? und und und. Globales Denken, Nachhaltigkeit und EU-Subventionen, passt meistens nicht zusammen. Und auch bei der Chipproduktion sehe ich da schon das erste Problem, die Chips müssen ja auch irgendwo eingebaut werden. Was brauche ich für viele Elektrogeräte? Seltene Erden oder andere Rohstoffe wie z.B. Lithium. Da wären wir dann schon beim ersten Problem.
 
Die EU hätte schon große Chancen, wenn sie die heimische Softwarefirmen mehr unterstützen würde. Suse ist beispielsweise ein Enterprise OS von einer Firma mit Sitz in Deutschland, oder natürlich SAP und Co. aber stattdessen hält die EU an propertären Datenformaten ala MS docx fest, was einen Umstieg auf andere Office Lösungen natürlich erschwert. München ist ein gutes Beispiel wie man Geld sparen und gleichzeitig heimische Softwareunternehmen unterstützen kann.
 
Ah, ich versteh! Die Chipindustrie soll also genau so viel Fördergelder bekommen die EADS & Konsorten? Respekt, da hat die Lobby aber richtig gute Arbeit geleistet. Ach, und vermutlich wird viel Fördergeld dafür nach Griechenland, Spanien und Portugal fließen - wenn ich mal so ins Blaue rein vermuten soll.
 
Damals hat man die Chipfabrik in Frankfurt Oder nicht staatlich subventioniert wodurch diese quasi 1 Jahr vor Fertigstellung im Rohbau stehen gelassen wurde und unter anderem ich meinen Ausbildungsplatz im 2 Lehrjahr verloren habe ...
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