Digitale Medien kosten Wirtschaft 500 Mrd. € im Jahr

Masse, Menschenmenge, Köpfe Bildquelle: James Cridland / Flickr
Die zunehmende Nutzung sozialer Medien auch während der Arbeitszeit führt angeblich zu signifikanten Schäden. Das sollen zumindest Berechnungen des Provider-Branchenverbandes Eco ergeben.
Der Produktivitätsverlust durch die permanente Ablenkung E-Mails, Instant Messages, Facebook, Twitter & Co. koste die Weltwirtschaft demnach rund 500 Milliarden Euro pro Jahr. "Der Konzentrationsverlust durch Ablenkungssucht hat mittlerweile eine Schwelle erreicht, in der er die Vorteile der elektronischen Kommunikation zu überwiegen beginnt", so Eco-Geschäftsführer Harald A. Summa.

Der Produktivitätsverlust durch ständige digitale Störungen an einem durchschnittlichen Büroarbeitsplatz wurde auf dem Kongress mit über 12.000 Euro jährlich beziffert. "Die Unternehmen sind gefordert, neue betriebliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich die digitale Kommunikation nicht vom Segen zum Fluch entwickelt", warnte Summa.

Viele Konzerne hätten die Gefahr - die nicht nur durch vergeudete Arbeitszeit besteht - bereits erkannt und steuerten dagegen, beispielsweise mit Regeln wie "keine E-Mails nach Feierabend". Aber auch die mittelständische Wirtschaft sollte beginnen, mit pragmatischen Regeln der Überinformation der Mitarbeiter einen Riegel vorzuschieben. "Die Firmen müssen Verantwortung für den E-Müll in ihren Betrieben übernehmen, um dem Konzentrationsverlust und letztlich dem drohenden Burn-out in der Arbeitnehmerschaft vorzubeugen", erklärte der Eco-Chef.

Wenn Firmen darauf hinwirken, dass ihre Beschäftigten digitale Medien nur in Maßen nutzen, sorgen sie laut dem Verband auch für gesündere Mitarbeiter mit weniger Ausfällen. Schon heute kämen in jeder dritten Scheidungsklage die Worte Smartphone und Facebook vor, hieß es auf dem Jahreskongress des Eco in Köln.

Erstaunen löste auf der Veranstaltung auch die Modellrechnung aus, wonach ein 75jähriger rechnerisch rund acht Monate seines Lebens allein mit dem Sichten und Löschen von E-Mails zugebracht hat. Das ist allerdings noch wenig im Vergleich zu den sechs Lebensjahren, die er sich - zumindest rechnerisch - in sozialen Netzwerken wie Facebook aufgehalten hat. Zum Vergleich: 23 Jahre seines Lebens hat der 75jährige verschlafen, auf 14 Tage summieren sich die Küsse, die er im Laufe der 75 Jahre den Menschen geschenkt hat, die er liebt, hieß es. Menschen, Masse, Leute, Menschenmenge, Köpfe Menschen, Masse, Leute, Menschenmenge, Köpfe James Cridland / Flickr
Mehr zum Thema: Soziale Netzwerke
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren35
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 07:05 Uhr Cubot Manito 4G LTE Smartphone 5.0 Zoll HD Display, 3GB RAM 16GB ROM Android 6.0, MTK6737 Quad Core 13MP + 5MP Kamera, Dual SIM (Micro SIM + NANO SIM + TF Karte) ohne Vertrag
Cubot Manito 4G LTE Smartphone 5.0 Zoll HD Display, 3GB RAM 16GB ROM Android 6.0, MTK6737 Quad Core 13MP + 5MP Kamera, Dual SIM (Micro SIM + NANO SIM + TF Karte) ohne Vertrag
Original Amazon-Preis
99,99
Im Preisvergleich ab
?
Blitzangebot-Preis
84,99
Ersparnis zu Amazon 15% oder 15

Soziale Netzwerke Links

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden