Endlich wieder mitspielen: Bund steckt viel Geld in IT-Forschung

IT-Branche, Statue, Kopf Bildquelle: W&V
Die Bundesregierung will auf die anhaltende Dominanz der US-Wirtschaft im IT-Bereich und die daraus resultierenden Folgen reagieren, indem die Forschungsförderung mit einem großen Betrag ausgestattet wird. Das berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.
Vor allem der Bereich Security soll dabei im Mittelpunkt stehen. "Noch in diesem Jahr werden wir ein Förderprogramm für die Sicherheit in der digitalen Gesellschaft auf den Weg bringen", erklärte die Ministerin. Angesichts der andauernden Überwachungs-Affäre, bei der die Aktivitäten des US-Geheimdienstes NSA immer wieder den Schwerpunkt ausmachen, sieht man hierzulande wahrscheinlich die Chance, sich in diesem Segment zu profilieren.

Laut Wanka werde die Bundesregierung immerhin einen dreistelligen Millionen-Betrag zur Verfügung stellen, um große und kleine Forschungsprojekte zu unterstützen. Angesichts dessen, dass selbst wegweisende Vorhaben in der IT-Forschung sonst eher mit relativ kleinen Summen auskommen müssen, kann dies schon als Kampfansage an die US-Dominanz begriffen werden.

NSA spielt passende Projektionsfläche

Die Ministerin gab das Ziel aus, "die Bürger und Unternehmen vor Angriffen und dem Missbrauch von Daten" zu schützen. Zumindest vor dem Auge der USA, könnte man ergänzen - denn parallel will der deutsche Geheimdienst BND jetzt ähnliche Programme zur Internet-Überwachung aufbauen, wie sie bei der NSA kritisiert werden. Denn auf der anderen Seite des Atlantik sitzt nicht nur der langjährige Partner, sondern eben auch einer der großen Konkurrenten Europas und Deutschlands in der Weltwirtschaft.

Mit den Investitionen will man entsprechend dafür sorgen, dass der Rückstand gegenüber der IT-Großmacht ein Stück weit aufgeholt wird. Denn die deutsche und europäische Industrie ist hier seit Jahren immer weiter ins Hintertreffen geraten. Bis auf sehr wenige Ausnahmen sind alle Unternehmen, die hier einst auf dem Markt eine Rolle spielten, entweder untergegangen oder haben sehr stark an Bedeutung verloren.

Aktuell verfügt Deutschland über drei so genannte IT-Kompetenzzentren in Darmstadt, Karlsruhe und Saarbrücken. Hier sollen zwei weitere hinzukommen. Neben der Sicherheit spielt bei den Forschungsschwerpunkten auch das Schlagwort "Big Data" eine Rolle, also die Rasterfahndung nach Informationen in riesigen Datenmengen.

Wanka sieht den Vorteil Deutschlands darin, dass andere Industrien hierzulande noch vergleichsweise stark sind und nicht in andere Weltregionen ausgelagert wurden. "Im Gegensatz zu anderen Ländern haben wir nicht deindustrialisiert. Unser Industrieanteil liegt bei mehr als 20 Prozent", sagte sie, während die USA beispielsweise nur noch bei 11 Prozent liegt. "Wir besetzen Spitzenplätze beim Maschinenbau und auch bei der IT-Steuerung von komplexen Anlagen. Jetzt müssen wir die Verbindung mit dem Internet hinbekommen", so Wanka. IT-Branche, Statue, Kopf IT-Branche, Statue, Kopf W&V
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