'Exzessive Mediennutzung' in 6 Prozent der Familien

Laptop, Kinder, Schüler, Familie Bildquelle: Techniker Krankenkasse
Laut einer neuen Studie, die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt wurde, kann bei sechs Prozent der Familien in Deutschland davon gesprochen werden, dass die Kinder eine exzessive Mediennutzung aufweisen. Allerdings zeigte sich auch, dass die Definition des Begriffes eher eine Generationenfrage ist.
"Eltern und Jugendliche haben oftmals andere Vorstellungen davon, wie lange der Computer laufen und man online sein sollte. Manchmal führt das bei Kindern und Jugendlichen zu einer exzessiven Mediennutzung, bei der Schule, Freunde und das eigene Wohlbefinden dramatisch vernachlässigt werden", sagte Familienministerin Kristina Schröder.

Letztlich bedarf es eines guten Klimas in der Familie und einer möglichst frühen Medienerziehung, um exzessiver Mediennutzung von Jugendlichen erfolgreich vorzubeugen, so das Fazit der Studie der Universität Hamburg. Dabei gelte es aber auch, die unterschiedlichen Ansichten zu dem, was einer normalen Nutzung entspricht, mit einzubeziehen.

Denn die Lebenswirklichkeit unterscheidet sich zwischen den Generationen durchaus erheblich. Was Eltern teilweise als vergeudete Zeit am Bildschirm betrachten, die der Nachwuchs vielleicht besser mit Freunden verbringen könnte, ist für Kinder und Jugendliche oft gerade das Pflegen von Kontakten über vielfältige Online-Kanäle. Die Autoren der Studie empfehlen deshalb, die Präventions- und Interventionskonzepte mit Jugendlichen selbst zu entwickeln.

Das Bundesfamilienministerium will dieser Aufforderung nachkommen und unterstützt derzeit die Entwicklung einer Präventionskampagne, die jungen Heranwachsenden Kompetenzen für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Videospielen vermitteln soll, um problematischen, exzessiven Spielgewohnheiten vorzubeugen.

Eine Besonderheit der Kampagne: Sie wird von Jugendlichen für Jugendliche entwickelt und nimmt auch Unternehmen der Spieleindustrie in die Pflicht. Denn neben Eltern und Pädagogen sind es vor allem Gleichaltrige, die als mediale Mediatoren glaubhaft und in einer jugendgemäßen Sprache diese Lernprozesse unterstützen können. Die Kampagne soll bei der Spielemesse Gamescom im August 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

"Damit es Jugendlichen gelingt, ihre Spielwelten mit den Anforderungen der realen Welt angemessen auszubalancieren, müssen sie Kompetenzen entwickeln, um virtuellen Spielwelten neben Familie und Schule, Beruf, Freunden sowie anderen Freizeitbeschäftigungen einen angemessenen Stellenwert im Leben einzuräumen, dabei durch Selbstbegrenzungen das Engagement für virtuelle Spielwelten angemessen einzugrenzen und das Geschehen in virtuellen Spielwelten mit der realen Welt sinnvoll in Beziehung zu setzen. Das Erlernen diese Fähigkeiten zu stärken, ist Ziel der Kampagne", heißt es im Konzept des Ministeriums. Laptop, Kinder, Schüler, Familie Laptop, Kinder, Schüler, Familie Techniker Krankenkasse
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