Neuer Mega-Chef: Erst mehr User, dann verdienen

Der Megaupload-Nachfolger Mega hat einen neuen Chef. Mit dem Manager Vikram Kumar hat Kim Dotcom einen neuen CEO für sein junges Unternehmen ernannt, der dem Dienst offenbar mehr Glaubwürdigkeit verleihen soll.

Kumar war bis vor kurzem Chef der Firma InternetNZ, die für die Verwaltung der neuseeländischen Top-Level-Domain zuständig ist. InternetNZ verwendet seine Gewinne, um sich für ein freies Internet einzusetzen und sprach sich zuletzt gegen umstrittene neue Regelungen aus, die eine Sperrung des Zugangs für Nutzer vorsehen, die drei Mal der Urheberrechtsverletzung überführt werden.

Kumar erklärte in einem Blog-Eintrag, dass er bei seinen Treffen mit Kim Dotcom und den anderen Mitgliedern der Geschäftsleitung von Mega festgestellt habe, dass die Firma unter allen Umständen im Rahmen der gültigen Gesetzgebung geführt werden soll, auch was deren Produkte und Dienste angeht.

Gegenüber 'Stuff' sagte Kumar, dass er auch die Leitung des geplanten Musikdienstes Megabox übernehmen soll, der noch in diesem jahr starten soll. Für Mega selbst gehe es vorerst darum, mehr Nutzer für sein Angebot zu gewinnen. Schon jetzt sei man sehr erfolgreich, auch wenn nur wenige der bisher 2,5 Millionen Nutzer auch für die optionalen kostenpflichtigen Dienste zahlen.


Vor allem in Europa und Südamerika sei Mega erfolgreich gestartet. Die Nutzer würden den Dienst unter anderem verwenden, um Unterrichtsnotizen auszutauschen, Druckvorlagen weiterzugeben und große E-Mail-Anhänge zu versenden. Bisher habe man mehr als 500 Anfragen von rund 150 Rechteinhabern wegen der Entfernung von Inhalten erhalten, die diese für mögliche Urheberrechtsverletzungen halten. Kumar zufolge habe Mega auf diese Beschwerden umgehend reagiert.

Um den Dienst für neue Kunden attraktiv zu machen, verzichtet Mega bisher auf die Durchsetzung des eigentlich für kostenlose Nutzerkonten vorgesehenen Limits der Speicherkapazität auf maximal 50 Gigabyte pro User. Kumar begründete dies damit, dass man vorerst vor allem mehr Nutzer für Mega gewinnen wolle, statt sich gleich auf die Erzielung von Umsatz zu konzentrieren.
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Das ist jetzt aber interessant: Woher wissen die bei MEGA denn, was bei ihnen gespeichert ist? Ich dachte, das wäre alles verschlüsselt!
 
@Xerxes999: Ich denke mal, die Beschwerden beruhen auf öffentlichen Links. Wenn in diversen Foren steht: "Schau dir den neuen Bond an: http:\\\bla.mega.blub.\h8787". Dann laden die das runter schauen rein und wissen was drin ist ;)
 
@Xerxes999: Darauf würde ich jetzt mal nicht so viel geben. Erstens weil wahrscheinlich jeder Dienst dieser Kategorie auch so genutzt wird, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch dass dies hier auch der Fall ist. Zweitens hat er sehr harmlose Beispiele genannt die den Service nicht im geringsten als Kopierplattform in Verruf bringen. Von daher sehe ich das in diesem Fall nur als Beispiele. Zumiondest noch nicht als Beweis für irgendwelche ungereimtheiten.
 
@Runaway-Fan: Du glaubst wirklich, daß MEGA sich Zilliarden von Foren-Links anschaut um herauszufinden, welche bei MEGA gehostete Dateien gefragt sind? Respekt!
 
@Xerxes999: Die Anfragen kamen von Rechteinhabern. Diese haben durchaus Leute die das Internet nach Verstößen abgrasen und versuchen dagegen vorzugehen.


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