Twitter wettert gegen die neue Google-Suche

Nach der gestrigen Google-Ankündigung des neuen Suchalgorithmus' 'Search plus Your World' hat sich der Kurznachrichtendienst Twitter in einem Statement "überrascht" gezeigt.

Twitter fühlt sich durch die neuen von Google präsentierten Suchoptionen, die eine starke Einbindung des sozialen Netzwerks Google+ beinhalten, benachteiligt. In einer Pressemitteilung teilte Twitter mit, dass sich Internet-Nutzer seit Jahren darauf verlassen würden, dass Google ihnen die relevantesten Ergebnisse liefere.

Dabei wollen diese Nutzer oft mehr über "Welt-Ereignisse und brandaktuelle Nachrichten" erfahren. Twitter habe sich, so der Dienst, zu einer unverzichtbaren Quelle für Echtzeit-Informationen entwickelt. Man habe immer wieder bewiesen, dass News zuerst auf Twitter auftauchen, weshalb diese Kurznachrichten auch die relevantesten Ergebnisse liefern würden.

Aus diesem Grund sei man über die aktuellen Änderungen bei der Google-Suche "besorgt". Das Auffinden solcher Twitter-Informationen über Google werde künftig für jeden schwieriger werden, weshalb man glaube, dass dies schlecht für die Leute, Verlage, Nachrichten-Medien und natürlich auch Twitter-Nutzer sei.

Der Suchmaschinenbetreiber aus Mountain View reagierte umgehend (natürlich über 'Google+'): "Wir sind ein wenig überrascht über die Twitter-Kommentare zu 'Search plus Your World', weil sie selbst vergangenen Sommer entschieden haben, die Vereinbarung mit uns nicht zu erneuern. Seither haben wir deren rel=nofollow-Attribute beobachtet."


Die angesprochene Vereinbarung bestand seit Oktober 2009 und hatte zum Inhalt, dass Twitter-Updates in Echtzeit indiziert werden und in der "Google Realtime"-Suche erscheinen. Genaue Gründe zum Ende dieser Partnerschaft wurden damals nicht genannt.

Angesichts dieses aktuellen Schlagabtausches zwischen den beiden Social-Media-Größen sieht es nicht danach aus, als ob die Freundschaft zwischen Google und Twitter in nächster Zeit aufgefrischt wird.
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Konnte es mir im Haupttext nur schwer verkneifen, die Kurzfassung der Story deshalb hier als (persönlicher) Kommentar: Twitter sagt "Mimimi", Google antwortet: "FU!"
 
@witek: Nächstes Mal les ich zuerst Kommentare, dann kann ich mir die News ersparen :)
 
@witek: Das schöne ist doch: Als Google noch klein war, haben sie doch auch z.B. bei Microsoft rumgejammert, dass sie ihre Marktmacht ausnutzen und die Google Desktop Suche oder Google-Suche im IE benachteiligen bzw. nicht möglich machen. Und nun, wo Google selbst so groß ist und eigene Interessen verfolgt, werden sie nun selbst merken, wie das ist, wenn Twitter oder Facebook auf einmal ankommen und sagen, dass Google seine Marktmacht ausnutzt, um Google+ zu pushen. Würde Twitter oder Facebook dagegen klagen, würden sie sogar gewinnen und Google müsste deren Dienste auch in die persönliche Suche mit aufnehmen.
 
@klika: Viele User hier praktizieren diese Methode bereits ;)
 
@sushilange2: Ob sie (also Twitter oder FB) vor Gericht eine Chance hätten, kann ich nicht beurteilen. Es ist jetzt aber auch nicht so, dass Twitter oder FB deshalb bei Google gar nicht mehr zu finden sind. G+ wird eben bevorzugt, wenn man, und das ist sicherlich entscheidend, Search+ aktiv(!) einschaltet. Hinzu kommt, dass Google auch gar nicht "tief" an die Twitter/FB-Daten rankommt. Google-Zitat: "Facebook and Twitter and other services, basically, their terms of service don't allow us to crawl them deeply and store things". Klar, die Bevorzugung von G+ ist natürlich ein Nachteil für die beiden. Kann man das aber Google wirklich vorwerfen? (Hinzu kommt, dass FB bisher ohnehin still ist zu diesem Thema, da sie selbst eine Partnerschaft mit Bing haben... das wäre für Google eine Steilvorlage, wenn FB sich ähnlich wie Twitter beschweren würde). Und ganz nebenbei: Wer bitte sucht Tweets heute überhaupt via Google?


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