Palästina nach Angriffen aufs Telefonnetz offline

Protest, Israel, Palästina Bildquelle: Palestine Solidarity Project
Nach einem Angriff auf die Computer-Systeme ist gestern das Paltel-Telefonnetz im Gaza-Streifen und in der West Bank ausgefallen. Das teilte die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) laut einem Bericht des britischen Senders 'BBC' mit.
Nach Angaben des Behördensprechers Ghassan Ghattib habe der Ausfall dazu geführt, dass faktisch die gesamten palästinensischen Gebiete keinen Zugang zum Internet mehr hatten. Eine längere Störung könnte demnach große Schäden für die Wirtschaft der Region nach sich ziehen. Die zuständigen Techniker würden aber bereits intensiv daran arbeiten, die durch die Sabotage-Aktion entstandenen Probleme zu beheben.

Der Hintergrund der Angriffe ist derzeit zwar noch unklar. Allerdings stehen diese in zeitlichem Zusammenhang mit der gestrigen Aufnahme Palästinas in die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Sowohl Israel als auch die USA hatten gegen diese Entscheidung Widerstand geleistet.

Beide Staaten reagierten auch prompt auf die Tatsache, dass Palästina zumindest in einer Unterorganisation der UNO als anerkanntes Mitglied aufgenommen wurde. So kündigte die US-Regierung an, ihre Zahlungen an die UNO einzustellen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verkündete, 2.000 neue Wohnungen für Siedler in den israelisch besetzen palästinensischen Gebieten bauen zu wollen. Außerdem werden die Steuer- und Zollrückzahlungen an die PA eingestellt.

Laut Ghattib begannen die Angriffe auf die palästinensische Telekommunikations-Infrastruktur am gestrigen Morgen. Bisher gibt es noch keine Hinweise darauf, wer hinter den Attacken steckt. Erste Untersuchungen hätten ergeben, dass die Ausgangspunkte einzelner Störungen über die ganze Welt verstreut waren.

Ein Sprecher der palästinensischen Administration kritisierte die Zuspitzung infolge der Aufnahme in die UNESCO. Dies gefährde den ohnehin wackeligen Friedensprozess in der Region. Seiner Ansicht nach ist die UN-Entscheidung zumindest aber für den weiteren Ausbau der israelischen Siedlungen lediglich ein Vorwand - denn dieser hätte in den letzten Jahren im Grunde ohnehin nie aufgehört. Protest, Israel, Palästina Protest, Israel, Palästina Palestine Solidarity Project
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