Seagate: Flut in Thailand trifft die Branche hart

Festplatte, Hdd, Platter Bildquelle: Alpha six / Flickr
Die jüngsten Überschwemmungen in Thailand werden nach Ansicht des Festplatten-Herstellers Seagate noch signifikante Auswirkungen auf den ganzen Industriebereich haben. Vor allem der Konkurrent Western Digital war von den Wassermassen zuletzt direkt betroffen und musste sein größtes Werk erst einmal stilllegen.
Wie Seagate-Chef Steve Luczo im Zuge der Veröffentlichung der jüngsten Quartalsbilanzen mitteilte, habe man bisher an den eigenen Produktionsanlagen noch keine Schäden zu beklagen. Die Werke in Thailand könnten aktuell weiter mit voller Auslastung betrieben werden.

Allerdings hätte bereits eine Reihe von Zulieferern Probleme gemeldet. Es könnte also sein, dass auch Seagate bald nicht mehr in vollem Umfang liefern kann, da der Nachschub an Komponenten versiegt. "Die Auswirkungen auf die gesamte Industrie werden wohl substanziell sein und über mehrere Quartale anhalten", sagte Luczo. Etwa 40 Prozent aller weltweit hergestellten Festplatten kommen aus Thailand.

Kurzfristig wird es für Seagate allerdings von Vorteil sein, dass Western Digital durch die Überschwemmungen in Thailand derzeit stark angeschlagen ist. Der Konkurrent musste immerhin Produktionsanlagen stoppen, die 60 Prozent seiner gesamten Kapazität ausmachen. Seagate geht daher davon aus, dass man im kommenden Quartal etwa doppelt so viele Festplatten ausliefern kann wie der Wettbewerber.

Die Flut trifft die Branche in einer Zeit, in der man ohnehin schon großen Herausforderungen ausgesetzt ist. So stehen die Festplattenhersteller massiv unter Druck, da sich die Nutzer zunehmend mit mobilen Geräten ausstatten, die als Speicher auf Flash-Chips setzen. Die Wachstumsraten des PC-Marktes, der den Festplattenherstellern über Jahre eine steigende Nachfrage bescherte, sind hingegen eingebrochen.

So konnte Seagate seinen Umsatz im letzten Quartal zwar noch leicht um 4,2 Prozent auf 2,81 Milliarden Dollar steigern - allerdings auf Kosten der Gewinnmargen. So fiel letztlich der erwirtschaftete Überschuss von 149 Millionen auf 140 Millionen Dollar. Die im Vorfeld gesetzten Ziele wurden somit nur knapp erreicht.

51 Millionen Festplatten lieferte das Unternehmen im vergangenen Quartal aus. Der Konkurrent Western Digital kam in dem Zeitraum noch auf 58 Millionen. Im laufenden Jahresviertel erwartet Luczo Verkaufszahlen zwischen 40 Millionen und 50 Millionen Stück. Die Lieferengpässe bei der Konkurrenz könnten den Absatz im Zeitraum von Januar bis März dann auf Seagates maximale Kapazität von 60 Millionen Stück hochtreiben - vorausgesetzt, die Komponenten-Zulieferer bekommen bis dahin ihre Probleme in den Griff. Festplatte, Hdd, Platter Festplatte, Hdd, Platter Alpha six / Flickr
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