PC-Preise steigen wegen Flutschäden in Thailand

Western Digital, Thailand, Flut, Überschwemmung, Flutschäden Bildquelle: Western Digital
Die Preise für Computer und ihre Komponenten werden in den kommenden Monaten aufgrund der massiven Auswirkungen der Überflutungen in Thailand steigen. Die Hersteller Acer und Samsung haben jüngst entsprechende Warnungen geäußert. Die beiden Unternehmen hatten davor gewarnt, dass die Wassermassen in Thailand die Produktion beeinträchtigen und man die daraus resultierenden erhöhten Kosten an die Verbraucher weitergeben müsse. Acer erwartet nach eigenen Angaben einen Rückgang der Verkaufszahlen um fünf bis zehn Prozent gegenüber dem letzten Quartal. Die zu erwarteten Preissteigerungen bei wichtigen Komponenten wie Festplatten könne Acer nicht allein stemmen, weshalb man sie auf die Verkaufspreise der fertigen Geräte umlegen müsse.

Samsung hingegen erwartet wegen der Überschwemmungen Probleme in der Lieferkette, aber wegen seines eher kleinen PC-Geschäfts nur überschaubare Auswirkungen auf die eigenen Verkaufszahlen. Gegenüber 'Reuters' hieß es, dass man aber wegen dem allgemeinen Rückgang der PC-Verkäufe mit einem Sinken der Preise für Arbeitsspeicher. Die Konkurrenten Lenovo und ASUStek haben nach Angaben der 'Financial Times' ebenfalls vor Schwierigkeiten wegen Lieferengpässen bei bestimmten PC-Komponenten gewarnt.

Vor allem bei Festplatten werden massive Engpässe befürchtet. So musste der weltgrößte Hersteller Western Digital sämtliche Produktionsaktivitäten in Thailand einstellen, was nach Einschätzungen der Marktbeobachter von iSuppli noch bis mindestens Ende 2012 für Engpässe sorgen wird.

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Fotos, die der britische Computerhändler 'Scan Computers' bei Facebook veröffentlichte, zeigen, dass das Western Digital-Werk im thailändischen Bang Pa auf seiner gesamten Fläche überflutet wurde. Laut 'Forbes' steht das Wasser bis zu zwei Meter hoch und es könnte bis zu einem Jahr dauern, bis die Produktion wieder voll hochgefahren werden kann. Auch bei den in Thailand ansassigen Zulieferern für die Festplattenherstellung sind die Zustände dem Vernehmen nach verheerend.

Aktuell sind weltweit ausreichend Festplatten für einen Zeitraum von zwei Monaten auf Lager. Analysten von Morgan Stanley gehen derzeit davon aus, dass der Umfang der Auswirkungen auf den gesamten PC-Markt davon abhängt, wie schnell die betroffenen Hersteller ihre Produktion wieder auf das übliche Niveau bringen können. Sollte die Fertigung bis Ende Dezember wieder normal oder zumindest an anderen Standorten beziehungssweise Zulieferern laufen, werde sich die Situation im PC-Markt vielleicht schon im März 2012 wieder normalisieren. Western Digital, Thailand, Flut, Überschwemmung, Flutschäden Western Digital, Thailand, Flut, Überschwemmung, Flutschäden Western Digital
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