SEC: Unternehmen sollen Angriffe öffentlich machen

Die US-Börsenaufsicht SEC will börsennotierte Unternehmen dazu bringen, ihre Anleger und die Öffentlichkeit zu informieren, wenn sie online angegriffen wurden oder zumindest ein entsprechender Versuch erfolgte. Dies soll potenziellen Investoren bei einer besseren Risiko-Abschätzung helfen, teilte die Behörde mit. Bisher ist es gängige Praxis, dass entsprechende Vorfälle vertuscht werden. Immerhin ist die Angst groß, dass die Firma plötzlich in schlechtem Licht dasteht und die Kunden lieber zu einem anderen Anbieter wechseln. Mehr Transparenz über die ganze Wirtschaft hinweg könnte aber letztlich dazu führen, dass Sicherheitsbewusstsein auf allen Ebenen zu stärken.

Immerhin ist inzwischen ein Großteil der Unternehmen von solchen Problemen betroffen. Wenn jeder Angriffe öffentlich macht, sind aktuelle Entwicklungen im Security-Bereich besser abschätzbar, ohne, dass eine einzelne Firma am Pranger steht.

Die SEC will deshalb Leitlinien entwickeln, mit denen entsprechende Meldungen standardisiert durchgeführt werden können. Entsprechende Ableitungen stehen auch schon für die einheitlichen Veröffentlichungen von Geschäftsergebnissen, Neubesetzungen von Stellen im Management und den Aktienhandel von leitenden Angestellten zur Verfügung.

Nach der Vorstellung der Behörde sollen aber nicht nur konkrete Angriffe öffentlich gemacht werden, sondern beispielsweise auch die Auslagerung von bestimmten Geschäftstätigkeiten, wenn diese Prozesse Sicherheitsrelevanz haben. Hinzu kommen sollen Vorfälle, die in den Bereich der Wirtschaftsspionage fallen und bei denen geistiges Eigentum in die Hände Unbefugter gelangte.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!