Online-Kriminalität trifft vor allem junge, aktive User

Von der Online-Kriminalität sind vor allem jüngere Nutzer betroffen. Diese Erkenntnis aus dem neuen "Norton Cybercrime Report 2011" verwundert kaum, sind diese doch auch mit Abstand am stärksten im Netz unterwegs. Die angerichteten Schäden liegen weit im Milliarden-Bereich.
Internet, Laptop, Hacker, Illegal
wellnews.ru
Insgesamt waren es in Deutschland im letzten Jahr rund 16,4 Milliarden Euro. 87 Prozent der Befragten, die nach 1980 geboren wurden, sind schon einmal Opfer von Internetbetrug geworden. Insgesamt liegt die Opferzahl der Erwachsenen in Deutschland statistisch gesehen bei 42.162 pro Tag.

Vor allem die besonders aktiven Anwender sind betroffen. Obwohl sie die Gefahren des virtuellen Raums kennen - immerhin gehören für 67 Prozent der Befragten Cyberattacken zum ganz normalen, nahezu alltäglichen Risiko - würden sie aber keinesfalls auf die Vorzüge des Internets verzichten wollen.

Die Hoffnung, virtuelle Angriffe könnten auf Dauer wieder zurückgehen oder sich auf einem bestimmten Niveau stabilisieren, stellt sich dabei als Illusion dar. "Allein in den letzten 12 Monaten sind drei Mal mehr Menschen Opfer von Internet-Betrug geworden als von physischen Verbrechen - und eine Abschwächung dieses Trends ist nicht in Sicht. Dabei sind die Schäden keineswegs virtuell: Hier geht es nicht 'nur' um Rufschädigung oder Belästigung, sondern um Geld", sagte Adam Palmer, Norton Lead Cyber Security Advisor.

Aber nicht nur Attacken, die direkte finanzielle Folgen haben, richten Schaden an. Oft ist es schlicht der verursachte Zeitverlust, der den Nutzern Ärger bereitet. Die Autoren der Symantec-Studie bezifferten den daraus entstandenen Schaden auf weltweit rund 171 Milliarden Euro.

Eine weitere Erkenntnis der Untersuchung: Wer in der analogen Welt Opfer von Kriminellen wurde, ist auch mit höherer Wahrscheinlichkeit im Netz betroffen. Hier spielt offenbar eine gewisse Sorglosigkeit und Unvorsichtigkeit eine Rolle, die in beiden Welten Wirkung zeigt.

Für die jährlich durchgeführte Untersuchung wurden 12.704 Erwachsene im Alter ab 18 Jahren in den 24 Ländern Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Neuseeland, Spanien, Schweden, Großbritannien, USA, Belgien, Dänemark, Niederlande, Hong Kong, Mexico, Süd Afrika, Singapur, Polen, Schweiz und den Vereinigten Arabischen Emiraten befragt.
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