Wirtschaftskriminalität: Mobile IT gefährdet Firmen

Handy, Mobiltelefon, Nokia N95 Bildquelle: Andrew* / Flickr
Die Verlockungen der mobilen Gadgets, seien es nun Smartphones, Tablets oder andere, sind groß. Und so wollen auch viele Beschäftigte solche Geräte verstärkt in ihrem Arbeitsalltag einsetzen. Die Firmen sind dem gegenüber aufgeschlossen, müssen aber auf ihre Sicherheit achten.
74 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland planen, ihre Mitarbeiter künftig vermehrt mit mobilen Endgeräten auszustatten. Das Bundeskriminalamt (BKA) warnte in seinem jüngsten Lagebericht bereits ausdrücklich davor, dass sich diese als Einfallstor für Cyber-Kriminalität erweisen könnten. So machen sich Kriminelle beispielsweise die Einführung von Smartphones gezielt zunutze, um in Firmennetzwerke einzudringen oder Passwörter auszuspähen.

Doch viele Unternehmen unterschätzen die Bedrohungslage zum Teil deutlich. 40 Prozent der Mittelständler verfügen etwa über keine ausreichenden Mechanismen, um ihre Daten wirksam zu schützen. Zu diesem Ergebnis kommt die eine aktuelle Studie im Mittelstand durch die QSC-Tochter Info AG.

"Die parallele Nutzung mobiler Geräte für berufliche und private Zwecke macht es Kriminellen leicht, virtuelle Straftaten zu begehen", sagte Frank von Allwörden, Geschäftsführer der Info AG-Tochter Info CS. "Denn viele Anwender verwalten über Smartphone oder Laptop wichtige Passwörter oder unverschlüsselte sensible Unternehmensdaten, ohne professionell gesichert zu sein."

Über speziell für Smartphones entwickelte Schadsoftware verschaffen sich Cyber-Kriminelle daher immer häufiger Zugang zu kritischen Unternehmensinformationen. So besteht beispielsweise die Gefahr, dass Unbefugte in das Firmennetzwerk eindringen und SMS-basierte Authentifizierungssysteme aushebeln. Von kommerziellen Firewalls und herkömmlichen Virenscannern für den privaten Gebrauch werden diese Schädlinge häufig übersehen.

Unternehmen vergrößern das Sicherheitsrisiko im eigenen Haus noch zusätzlich, indem sie Mitarbeiter zur Nutzung privater Endgeräte ausdrücklich ermutigen. Eine Berücksichtigung privater Hardware in den IT-Sicherheitsrichtlinien bleibt dabei in der Regel aus. "Drei von fünf IT-Verantwortlichen wissen nicht einmal, ob und in welchem Umfang Mitarbeiter beispielsweise über ihr eigenes Smartphone sensible Firmen- und Kundendaten abrufen", so von Allwörden. Handy, Mobiltelefon, Nokia N95 Handy, Mobiltelefon, Nokia N95 Andrew* / Flickr
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