Sandy Bridge: Intel liefert defekte Chips wieder aus

Prozessoren Nach dem Bekanntwerden von Problemen mit den Chipsätzen der Intel Series 6, die für die neuen Sandy-Bridge-Prozessoren benötigt werden, hatte Intel ein Verkaufsstopp verhängt. Obwohl die fehlerbereinigten Chips noch nicht fertig sind, geht der Verkauf jetzt weiter.
Laut Intel soll Mitte Februar mit der Auslieferung des nachgebesserten Chipsatzes begonnen werden. Computerhersteller erhalten das neue Modell somit zwei Wochen früher als geplant. Die Produktion des Chipsatzes ist angelaufen. Damit PC-Hersteller ihre Systeme in der Zwischenzeit trotzdem herstellen können, liefert Intel auch die defekten Chipsätze aus, jedoch nur unter Auflagen.

In einer Mitteilung des Unternehmens heißt es, dass sich die PC-Hersteller verpflichten müssen, das defekte Bauteil lediglich in Systemen zu verbauen, die von dem Fehler im Chipdesign nicht betroffen sind. Firmen wie HP und Dell wird diese Entscheidung freuen, denn dort stehen seit Tagen die Bänder still, da einige neue PCs ohne den Chipsatz nicht fertiggestellt werden können.

Der Fehler im Chipsatz der Intel Series 6 sorgt dafür, dass Geräte, die an einen SATA-3Gb/s-Port angeschlossen sind (Festplatten, optische Laufwerke), Leistungsprobleme aufweisen können. Die 6GB/s-Ports funktionieren ohne Einschränkungen und können deshalb auch ohne Bedenken verwendet werden. Wer überprüfen will, ob sein System betroffen ist, kann sich das Intel-Tool für die Rapid Storage Technology herunterladen.

Darin findet man eine Auflistung der verbundenen Laufwerke. Es wird auch dargestellt, an welchen Port auf dem Mainboard die Geräte angeschlossen wurden. Handelt es sich um Port 0 oder 1, muss man sich keine Sorgen machen. Wird dagegen Port 2, 3, 4 oder 5 angezeigt, kann es unter bestimmten Umständen Probleme geben.

Intel hat bereits ein umfangreiches Rückrufprogramm für die betroffenen Chips angekündigt, das in Zusammenarbeit mit Herstellern und Händlern durchgeführt werden soll. Die Kosten für den Rückruf werden derzeit auf rund eine Milliarde US-Dollar geschätzt.
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