Vorratsdatenspeicherung: VPNs bei Schwedens ISPs

Datenschutz Der schwedische Provider Bahnhof hat angekündigt, eine gesetzliche Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung umgehen zu wollen - und er steht dabei nicht allein. Grundsätzlich wollen die Unternehmen so wenig wie möglich Daten ihrer Kunden sammeln. Sämtliche Internet-Verbindungen sollen daher automatisch über VPNs abgewickelt werden. Auf diesem Weg könnten die Provider zwar gesetzeskonform handeln, letztlich wäre in den Logfiles allerdings lediglich vermerkt, dass ein bestimmter Kunde über eine getunnelte Verbindung online war.

Dies würde eine gesetzliche Pflicht zur Erfassung sämtlicher Verbindungsdaten faktisch auf legalem Weg umgehen. Die gespeicherten Informationen wären allerdings völlig irrelevant, erklärte Bahnhof-Chef Jon Karlung gegenüber dem Radiosender 'P3'.

Seinen Angaben zufolge prüfen auch andere Provider derzeit, wie sie die gesetzlichen Vorgaben erfüllen und dabei aber mit verschiedenen technischen Maßnahmen die Regelung wirkungslos machen können. Mögliche Vorwürfe, damit Kriminellen in die Karten zu spielen, wies Karlung zurück. Schließlich gehe es bei dem Gesetzesentwurf nicht darum, Verdächtige gezielt zu observieren, sondern um eine generelle Speicherung des Kommunikationsverhaltens der gesamten Bevölkerung.
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