Webcam-Spion erhält 22 Monate auf Bewährung

Recht, Politik & EU Das Amtsgericht Düren hat im Falle des Mannes, der die Zimmer von zahlreichen Jugendlichen über deren Webcams ausspioniert hat, eine Entscheidung gefällt. Der 44-Jährige wurde zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurden, teilte das Gericht mit. Die Staatsanwaltschaft Aachen hatte in dem Verfahren eine Haftstrafe von 24 Monaten beantragt.

Das Gericht sah allerdings als strafmildernd an, dass der Mann geständig war. Dadurch konnte der Prozess auch an einem Verhandlungstag durchgezogen werden. Die Staatsanwaltschaft hatte erst Mitte November die Anklage gegen den Täter wegen Ausspionierens von Daten erhoben.

Der Täter hatte sich vom Herbst 2009 bis zum April 2010 Zugang zu den Rechnern verschafft, indem er seinen Opfern Malware über ICQ zuschickte. Als er aufflog und bei einer Hausdurchsuchung der Rechner beschlagnahmt wurde, fanden sich auf diesem rund 3 Millionen Bilder von Minderjährigen bei ihrem Alltag in ihren Zimmern.
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