Datensammelwut macht Wikileaks zum Problem

Datenschutz Nach Ansicht des Bundesbeauftragten für Datenschutz Peter Schaar wird eine Plattform wie Wikileaks erst durch die Datensammelsucht von Staaten und Unternehmen zu einem echten Problem. Vor allem die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA wurden von vielen Regierungen als Vorwand genutzt, die Überwachung und Sammlung von Daten massiv auszuweiten. Daraus entstehe ein "Risikofaktor, der kaum zu beherrschen ist", erklärte Schaar gegenüber der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'.

Überall auf der Welt würden immer mehr Daten über die Bürger gespeichert. Daher müsse befürchtet werden, dass eines Tages nicht nur Dokumente aus dem diplomatischen Alltag, sondern auch personenbezogene Informationen wie ärztliche Diagnosen, Strafakten oder ähnliches im Internet auftauchen.

Schaar nutzte die Gelegenheit insbesondere, um sich klar gegen die geplante Einführung der Vorratsdatenspeicherung auszusprechen, bei der anlasslos über Monate hinweg das Kommunikationsverhalten und Bewegungsprofile aller Menschen gespeichert werden sollen.

"Wir brauchen nicht immer mehr, sondern weniger Daten, und die Daten müssen ordentlich geschützt werden", so Schaar, der weithin appellierte: "Datensparsamkeit ist deshalb das Gebot der Stunde."
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