Apple-Wachstum: Gravis kommt kaum hinterher

Wirtschaft & Firmen Das Berliner Unternehmen Gravis, einer der größten Vertriebspartner des Computerkonzerns Apple in Deutschland, ächzt derzeit unter der stark gewachsenen Nachfrage nach Produkten aus Cupertino.
Nachdem das Unternehmen vor fast zwei Jahren die Ziele für das Umsatzwachstum infolge der Weltwirtschaftskrise noch weit verfehlte und Entlassungen ankündigte, kann man heute den Ansturm kaum noch bewältigen und muss expandieren.

Wie Archibald Horlitz, Mitbegründer und Vorstandschef von Gravis, laut einem Bericht der Tageszeitung 'Tagesspiegel' ausführte, sucht das Unternehmen aktuell nach einem strategischen Investor, der eine Erweiterung des Unternehmens unterstützt.

Immerhin hat sich der Händler einiges Vorgenommen: Betreibt man aktuell 28 Filialen bundesweit, sollen es 2012 bereits 50 sein. Am Hauptstandort Berlin ist beispielsweise eine Außenstelle in den Bezirken Prenzlauer Berg oder Friedrichshain geplant, wo die hohe Konzentration junger Medienschaffender und Internet-Startups eine ideale Zielgruppe bildet.

Aktuell müssen diese tief in den westlichen Teil der Stadt reisen, um die Gravis-Hauptfiliale am Ernst-Reuter-Platz in direkter Nachbarschaft zur Technischen Universität zu erreichen. Dort machen sie immerhin rund 40 Prozent der Kunden aus, obwohl es näher gelegene Einkaufsmöglichkeiten in den großen Elektronikketten gibt.

Das Konzept von Gravis, neben Läden auch eigene Werkstätten zu betreiben und längere Garantie-Leistungen als Apple selbst anzubieten, kommt offenbar an. Für dieses Jahr rechnet Horlitz so immerhin mit einem Umsatz zwischen 170 Millionen Euro und 180 Millionen Euro. Im Vergleich zum letzten Jahr, als 125 Millionen Euro erreicht wurden, ist dies ein deutlicher Schritt nach vorn.

Neben Apple-Produkten sorgt dabei aber auch das reichhaltige Zubehör-Angebot für ein gutes Geschäft. 4,2 zusätzlich verkaufte Artikel kommen laut Horlitz zu jedem iPod oder iPhone, das über die Ladentheke geht.

Obwohl Apple dem Händler aktuell ein rasantes Geschäft bringt, hat Horlitz aber auch Kritik an dem Hersteller. So beklagt er, dass die Apple-Geräte immer seltener von den eigenen Technikern repariert werden können. Und auch die Zensur im AppStore passt Horlitz nicht: "Ich sehe nicht ein, dass irgendein Hiwi in einem Hinterzimmer der Zentrale in Cupertino entscheidet, was ich sehen soll", sagte er.
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