Rechtsextreme Webseiten sollen gesperrt werden

Recht, Politik & EU Der amtierende bayrische Innenminister Joachim Herrmann von der CSU sieht eine Ausweitung der Netzsperren auf Webseiten mit rechtsextremen Inhalten für notwendig an. Seiner Meinung nach sei eine härtere Bekämpfung der braunen Inhalte im Netz wünschenswert.

Seit mehreren Wochen wird dieses Thema immer wieder angesprochen. Seit der Veröffentlichung von Untersuchungsergebnissen des Projekts jugendschutz.net wird diese Thematik in den Kreisen der Politiker heftig diskutiert. Aus dem Bericht geht hervor, dass die rechtsextremen Beiträge im Netz deutlich und stark steigen. Besonders beliebt zur Verbreitung der braunen Propaganda scheinen Multimedia-Inhalte zu sein. Auch die Justizministerin Brigitte Zypries hat den Nazi-Inhalten den Kampf angesagt.


Ganz deutlich dafür spricht sich auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dafür aus. Um dieses Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, schwebt ihm eine Ausweitung der Netzsperren auf rechtsextreme Inhalte im Internet vor, teilte er der BILD mit.

Neben Herrmann sieht auch der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung Thomas Krüger einen Handlungsbedarf gegeben. Neben der Aufklärung und einer noch intensiveren Strafverfolgung kommt auch für Krüger eine Sperrmaßnahme in Frage.
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Der Damm ist gebrochen.
 
@Nereus: Jopp - Morgen kommen dann Seiten mit Regierungsfeindlichen Aussagen - Übermorgen sinds die Seiten von anderen Glaubensrichtungen - übermorgen kommen die Nachrichtenseiten dran - und am Ende bekommen wir China in Deutschland. Meine lieben Herren Politiker - die Wahlen kommen!!! Und die Internetgemeinde sagt dann DANKE !!!
 
@BigFunny: Wählen kann man eh nur 3 Partein, die etwas verändern können: Linke, Grüne, Piraten - die sind schonmal gegen diese Internetsperren, für Gerechtigkeit usw...
 
@BigFunny: Es gibt noch genug Idioten, die rein aus Prinzip ne Partei wählen... vom Wahlprogramm keine Ahnung, aber man kann fanatisch für jemanden Eintreten und sich besonders fühlen. Ich glaub nich, dass sich hiervon was besonders bei der Wahl bemerkbar machen wird. Der Großteil der Wähler, die etwas älteren Semester, interessiert was im Internet passiert doch größtenteils eh kaum...
 
@Nereus: Ja, ist er, leider. Auf der andedren Seite frage ich mich gelegentlich folgendes: Im "realen" Leben ist die Verbreitung von Hetzpropaganda (im StGB zum Beispiel § 130 (Volksverhetzung)) verboten und wird auch strafrechtlich verfolgt. Gleiches gilt auch für die Herstellung, Besitz, Erwerb und Vertrieb von Kinderpornographie (§ 184 b StGB). Werden solche Materialien gefunden werden sie in aller Regel eingezogen. Mich befält dann aber ein schales Gefühl, dass solche Inhalte im Internet ungehindert verbreitet werden können und zugänglich sind. Wie soll man aber, ohne die sogenannten "Netzsperren" alternativ mit dem Problem dieser Gehirnverbrannten umgehen? Sie einfach gewähren lassen, und sich an der Aufklärung zu versuchen: das finde ich unbefriedigend, weil das Strafrecht dadurch mit zweierlei Maß angelegt würde und sich an dem Angebot der Inhalte auch nichts ändert.


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