Falsche Datenschützer - Verbraucherzentrale warnt

Recht, Politik & EU Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat vor einer neuen Masche zweier Telefon-Abzocker gewarnt. Es betrifft die beiden Anbieter "Verbraucher Werbeschutzbund" und "Raus da".

Die Firmen versuchen per unerwünschtem Anruf, gutgläubigen Menschen mit ihren dubiosen Angeboten Geld aus der Tasche zu ziehen, teilten die Verbraucherschützer mit. Der "Verbraucher Werbeschutzbund" bietet für 89,95 Euro telefonisch ein angebliches "Datenschutz-Paket" an, das vor unlauterer Werbung und gegen Datenmissbrauch schützen soll.


Etliche Menschen haben sich bereits bei der Verbraucherzentrale beschwert, weil der Betrag vom Konto abgebucht wurde, obwohl sie wissentlich keinen Vertrag abgeschlossen haben. Die Firma "Raus da" versucht mit einer ganz ähnlichen Masche an Geld zu kommen.

"Um zukünftig unerwünschte Telefonwerbung einzuschränken" kann man sich von diesem Unternehmen auf Telefonwerbesperrlisten setzen lassen und erhält Musterbriefe, um Abonnements oder teure Handytarife zu widerrufen. Die Unterlagen werden für 49,95 Euro per Nachnahme zugestellt. Das heißt, man kauft die Katze im Sack bevor überhaupt eine Leistung erbracht wurde, warnt die Verbraucherzentrale.

Schon mit ihren unerwünschten Werbeanrufen verstoßen diese Firmen demnach gegen geltendes Recht. Die vermeintlichen Verbraucherschützer ziehen arglose Nutzer mit der gleichen Masche über den Tisch, gegen die sie scheinbar vorgehen wollen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass sie selbst nie unerwünscht bei Verbrauchern anruft.

Sie empfiehlt, sich nicht auf Geschäfte mit selbst ernannten Verbraucherschützern einzulassen, Kontobewegungen sorgfältig zu kontrollieren und unberechtigte Abbuchungen schnellstmöglich zurückbuchen zu lassen. Sind durch die Telefonanrufe Verträge unlauter zustande gekommen oder untergeschoben worden, sollten sich Betroffene wehren und der Firma mitteilen, dass sie keinen Vertrag geschlossen haben oder schließen wollten. Zudem sollte man vorsorglich widerrufen und die Firma zur Löschung aller gespeicherten Daten auffordern.
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Abbuchung nach einem Anruf? Wer hat denn da seine Bankdaten preisgegeben? Oder sind wieder Adressdaten verkauft worden? Muss da nicht ein Stopp-Schild vor?
 
@Kobold-HH: Wahrscheinlich sind die Opfer ausgefragt worden und haben fälschlicherweise ihre Kontodaten genannt. Manchmal geben solche "Firmen" vor die Kontodaten für irgendwelche "Gutschriften" zu benötigen. Man kann es aber nicht oft genug sagen, niemals am Telefon persönliche Daten preisgeben.
 
[re:2] F98 am 23.07.09 15:35 Uhr
(+2
@Kobold-HH: Heutzutage kann man doch unbegrenzt rückbuchen, fertig ist die Laube.
 
@F98: Man kann ja mal versuchen ein "bisschen" mehr zurück zu buchen. Mal sehen, wie laut die Gauner schreien, wenn man ihnen Unrecht tut! :-)
 
@F98: Den Stress hast Du trotzdem. Das ganze Buchungssystem in Deutschland gehört überdacht! Wie kann es sein, dass wild-fremde einfach von einem Konto (ohne Zustimmung) abbuchen können? Sowas sollte nur möglich sein, wenn man das expliziert zuvor seiner Bank mitteilt und es der jeweiligen Firma erlaubt.


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