Microsoft-Logik: Warum Windows 7 Windows 7 heißt

Windows 7 Nachdem Microsoft gestern bestätigt hat, dass man die nächste Ausgabe von Windows unter dem bisher eigentlich nur während der Entwicklung verwendeten Namen "7" auf den Markt bringen will, wurden schnell Diskussionen darüber laut, wie die Redmonder ausgerechnet auf diese Zahl kamen. Windows-Marketing-Chef Mike Nash hatte die Wahl des Namens "7" damit begründet, dass es sich eben um die siebte Ausgabe des Betriebssystems handele. Dies sorgte jedoch für einige Verwirrung, denn viele Beobachter konnten die Rechnung von Microsoft nicht ganz nachvollziehen, gab es doch schon mehr als sieben Versionen von Windows.

Nash hat deshalb inzwischen eine Erklärung nachgeliefert. Seinen Angaben zufolge beginnt Microsofts Zählweise erst mit Windows NT, dessen Code die Versionsnummer 3.1 trug. Mit Windows 95 folgte dann die Codeversion 4.0, an das sich dann Windows 98, 98SE und ME anschlossen, deren Codeversionen jeweils 4.0.1998, 4.10.2222 und 4.90.3000 waren.

Man fasse also alle Windows 9x-Varianten und ME unter der Versionsnummer 4.0 zusammen. Windows 2000 erhielt dann die Codeversion 5.0, worauf Windows XP mit Version 5.1 folgte. Obwohl es sich bei XP nach Microsofts Maßstäben um einen "Major Release" handelte, wollte man aus Kompatibilitätsgründen die Versionsnummer nicht auf 6.0 erhöhen, erklärte Nash.

Erst mit Windows Vista kam dann Codeversion 6.0. Da Microsoft Windows 7 als weiteren Major Release einstuft, sei es nur logisch den Vista-Nachfolger als Nummer 7 in der Abfolge der Windows-Versionen einzuordnen. Ganz so einfach ist es dann aber leider doch nicht, wie Nash zugab.

Hintergrund sind die Erfahrungen mit der Anwendungskompatibilität, die man mit Windows XP und Vista machen musste. Nashs Angaben zufolge kann eine Änderung der Codeversion dafür sorgen, dass zahllose Programme nicht mehr funktionieren, nur weil sie eine andere API-Version voraussetzen. Gerade bei Vista, mit dem die Codeversion auf 6.0 stieg, habe sich dies deutlich gezeigt.

Deshalb wird Windows 7 zwar als siebte Windows-Ausgabe gezählt, die Versionsnummer des Kernels wird aber auch in der finalen Ausgabe 6.1 lauten. Dadurch will Microsoft ausschließlich Kompatibilitätsprobleme mit Programmen, die die Versionsnummer prüfen, verhindern. Dies bedeute keineswegs, dass Windows 7 ein weniger bedeutungsvoller Release wird, stellte Nash klar.

Windows 7 sei definitiv ein signifikanter und evolutionärer Fortschritt für das Client-Betriebssystem. Es sei in jeder Hinsicht ein Großprojekt, sowohl was Design und Entwicklung, als auch was die Neuerungen angeht. Das Einzige, was man in die Versionsnummer des Codes hineininterpretieren könne sei, dass Microsoft unter allen Umständen versucht, die Kompatibilität zu gewährleisten.
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