
Hochauflösende Videos sollen zukünftig drahtlos übertragen werden. Mehrere große Hersteller von Unterhaltungselektronik, darunter Sony und Samsung, haben sich darauf verständigt, einen einheitlichen Standard am Markt zu etablieren.
Als Basis wählte man WHDI (Wireless Home Digital Interface), eine Technologie des israelischen Herstellers Amimon aus. Die Reichweite der Funksignale soll dabei genügen, um eine komplette Wohnung auszuleuchten. Eine Set-Top-Box kann so gleich mehrere Fernseher im Haus mit Inhalten beliefern, während diese zugleich Videos von einem PC beziehen können.
Amimon vertreibt schon Chipsätze, in denen die gewünschten Spezifikationen der Elektronikbranche bereits weitgehend vorhanden sind. Der Zusammenschluss eines größeren Konsortiums und die Schaffung eines Industriestandards ist allerdings eine wichtige Voraussetzung, dass sich die Technologie letztlich auch am Markt durchsetzen kann.
Immerhin ist WHDI nicht der einzige Ansatz, das Kabel auch bei HD-Systemen wegzurationalisieren. So experimentieren verschiedene Unternehmen mit den neueren WLAN-Standards. Außerdem ist mit WirelessHD ein direkter Konkurrent vorhanden, der ebenfalls von Sony unterstützt wird.
Noam Geri, Mitbegründer von Amimon, geht davon aus, dass die ersten Fernseher mit WHDI-Unterstützung im kommenden Jahr in den Handel kommen werden. Ganz billig sind die Geräte anfangs allerdings nicht: Geri rechnet damit, dass sie rund 100 Dollar teurer sein werden, als rein drahtgebundene TVs.
Sie haben bereits einen Zugang?
-
-
-
Passwort oder Benutzername vergessen?
Sie sind noch kein Mitglied?