 Heimkino-Systeme sollen zukünftig nativ 3D-Videos abspielen können. Die Consumer Electronics Association (CEA) arbeitet deshalb an einem entsprechenden Standard für HDMI-Schnittstellen.
Im Vorfeld hatte die US-Branchenorganisation Society of Motion Picture and Television Engineers bereits begonnen, verschiedene Möglichkeiten für die Auslieferung von 3D-Videos zu überprüfen. Diese Arbeit bezieht sich allerdings auf die Übertragungswege zum Endkunden.
Die Display-Hersteller sind hier bereits einen Schritt weiter. Mehrere Anbieter haben bereits LCDs auf den Markt gebracht, die eine räumliche Darstellung von Inhalten ermöglichen. Diese werden allerdings bisher direkt von speziellen Systemkomponenten angesprochen.
Die Filmindustrie hat hingegen ein Interesse daran, 2D- und 3D-Content in einer einzelnen Datei oder einem Stream auszuliefern. Die Nutzer bräuchten so nicht mehr gezielt auf entsprechende Inhalte zurückgreifen, sondern bekämen jeweils das zu ihrem Display passende Bild angezeigt.
Dies soll ein industrieweit einheitliches Interface ermöglichen. Die Integration in das bereits bestehende HDMI bietet sich dafür an, so die CEA. "Die HDMI-Version 1.3 bietet ausreichend Performance, um die Bilder für das linke und rechte Auge mit einer 1080er Auflösung und einer Frequenz von 60 Herz parallel bereitzustellen", sagte Lew Paceley, Marketing-Chef von Silicon Image, der Firma, die die Schnittstelle ursprünglich entwickelte.
|