Symantec: Vista sicherstes Windows bisher, aber...

Windows Vista Seit Microsoft in den Markt für Sicherheitssoftware eingestiegen ist, beäugt man die Aktionen der Redmonder beim neuen Konkurrenten Symantec mit Argwohn. Seit Monaten kritisiert das Unternehmen regelmäßig die Sicherheitsfunktionen des neuen Betriebssystem Windows Vista. Nun hat Symantec einen aus vier Teilen bestehenden Bericht veröffentlicht, in dem man die von Microsoft in Windows Vista integrierten Sicherheitsfunktionen ausführlich unter die Lupe genommen hat. Erstmals gibt es von den Sicherheitsexperten neben zahreichen Kritikpunkten auch soetwas ähnliches wie Lob.

Eines der größten Probleme ist laut Symantec der Umstand, dass Windows Vista weiterhin nicht gegen eine Reihe bekannter Schad-Programme gefeit ist. Bei Testläufen mit über 2000 verschiedenen Trojanern, Viren und Malware-Programmen "überlebte" jedoch nur ein sehr geringer Anteil einen Neustart des Betriebssystems.


Andererseits gibt es eine Reihe von Funktionen, die nach Angaben von Symantec für Endkunden für mehr Sicherheit sorgen werden. Vor allem den Schutz vor Virenangriffen auf Code-Ebene habe Microsoft stark verbessern können, heißt es. Durch die konsequente Entwicklung im Rahmen spezifischer Sicherheitsvorgaben sei Vista deutlich sicherer als seine Vorgänger.

Dadurch können die Anwender ab Werk einen besseren Schutz vor Viren und anderen Bedrohungen erwarten, so Symantec. Dennoch gebe es Einschränkungen, die zusätzliche Schutzsoftware von Drittherstellern erforderlich machen. Als Beispiel sei die neue Benutzerkontenkontrolle genannt, die zwar eine zusätzliche Sicherheitsebene gegenüber dem Anwender schafft, unter Umständen von einem Angreifer aber nutzlos gemacht werden kann.

Trotz der Anerkennung von Microsofts Bemühungen für mehr Sicherheit hat Symantec noch reichlich Kritikpunkte gefunden. Vista sei eine Evolution der Sicherheit von Windows, aber keine Revolution. Letztenendes sei Windows wie bisher nur ein Betriebssystem und nicht die Lösung für mögliche Sicherheitsprobleme. Microsoft könne zwar ältere Bedrohungen unschädlich machen, doch die Entwickler von Schad-Software würden sich gegebenenfalls anpassen, hieß es weiter.

Der Markt für Sicherheits-Software wird nach Auffassung von Symantec auch in Zukunft bestehen, da neue Bedrohungen, Probleme mit der Anwendung der Sicherheitsprinzipien von Vista in Verbindung mit der Software einiger Dritthersteller und eine Reihe anderer Schwierigkeiten immer wieder für neue Lücken sorgen werden.

Unter anderem nennen die Sicherheitsexperten aus Kalifornien den in der 64-Bit-Variante von Windows Vista integrierten Kernelschutz PatchGuard als wunden Punkt. Bereits in der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass dieser zwar einen grundlegenden Schutz vor Eingriffen bietet, aber mit einigem Aufwand dennoch umgangen werden kann.

Ein weiteres Sicherheitsrisiko sieht Symantec in einem Fehler der ASLR-Technologie (Address Space Layout Randomization), welche den Speicherort für Programmdaten im Arbeitsspeicher ständig verändern soll, so dass ein Angreifer Schwachstellen nicht mehr ausnutzen kann. ASLR sei in Vista derzeit fehlerhaft implementiert, wodurch die Funktion in ihrer heutigen Form keinen umfassenden Schutz gewährleisten könne.

Microsoft hat den Fehler eingeräumt und angekündigt, das Problem mit dem ersten Service Pack für Windows Vista aus der Welt schaffen zu wollen, dessen Veröffentlichung für das Ende 2007 geplant ist. Die Schwächen von PatchGuard und ASLR machen das dritte große Problem deutlich, das Symantec beim neuen Windows sieht - Fehler in Produkten von Drittherstellern.

Der Redmonder Software-Riese reagierte auf den Bericht von Symantec mit dem erneuten Hinweis, dass alle in Vista integrierten Sicherheitsfunktionen keine generelle Lösung für eventuelle Probleme darstellen, sondern eher einen grundlegenden Schutz bieten sollen. Man habe versucht die richtige Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit zu finden, so Microsoft.

Weitere Informationen: Symantec.com
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren44
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 05:15 Uhr Oehlbach Phaser Phasendetektor
Oehlbach Phaser Phasendetektor
Original Amazon-Preis
73,84
Im Preisvergleich ab
63,75
Blitzangebot-Preis
47,84
Ersparnis zu Amazon 35% oder 26

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden