Microsoft und Canonical:
So einfach kommt man jetzt an Ubuntu

Wer als Windows-Nutzer gelegentlich auch mal eine Linux-Umgebung benötigt, soll zukünftig noch einfacher zwischen beiden Plattformen wechseln können. Das beschränkt sich nicht auf das immer besser werdende Sub-System unter Windows 10. Es gibt jetzt auch ein speziell optimiertes VM-Image, in dem ein Ubuntu Desktop enthalten ist.
Betriebssystem, Logo, Linux, Ubuntu
Ubuntu

Hyper-V Quick CreateMit wenigen Klicks zu Ubuntu
Das Betriebssystem soll von Nutzern von Windows 10 Pro einfach über die integrierte Virtualisierungs-Engine Hyper-V aktiviert werden können und läuft dann als Gastsystem auf dem Rechner. Damit dabei möglichst alles glatt läuft, haben der Ubuntu-Maintainer Canonical und Microsoft gemeinsam an der Optimierung gearbeitet.

Um an die Virtuelle Maschine zu kommen, muss Hyper-V noch nicht einmal eingerichtet sein. Es genügt, die "Hyper-V Quick Create"-Option im Startmenü auszuwählen. Hier wurde bisher vor allem die Möglichkeit geboten, kurz eine neue Windows 10-Umgebung einzurichten, um beispielsweise Tests vornehmen zu können. Jetzt ist ein Linux-System hinzugekommen. Wählt man dieses aus, bekommt man binnen einiger Minuten ein Ubuntu Desktop 18.04.1 LTS-Release eingerichtet.

Kern ist ein neues Linux-RDP

Die Kooperation der beiden Unternehmen ging allerdings über die leichte Abrufbarkeit hinaus. Redmonder Entwickler haben auch dafür gesorgt, dass gemeinsam mit Open Source-Programmierern eine Linux-Umsetzung des Remote Desktop Protocol (RDP) entsteht. Dieses ist in die Ubuntu-VM integriert und sorgt unter anderem dafür, dass die Mausbewegungen besser an das Gastsystem durchgereicht werden, es bei Größenänderungen des VM-Fensters weniger Probleme gibt und auch der Datenaustausch zwischen Host und Gastsystem leichter funktioniert.

Diese Möglichkeit, ein Linux-System zu starten, dürfte vor allem für Anwender von Vorteil sein, die nicht die Muße haben, sich mit dem Syb-System auseinanderzusetzen. Dieses erschließt sich nicht ganz so einfach, bietet dafür aber die Möglichkeit, mit mehreren verschiedenen Linux-Distributionen genutzt zu werden.

Siehe auch: Neues Tool bringt mehr Linux-Distributionen auf Windows 10
Christian Kahle

Redakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt

Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.

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