Virus in Apple- und AMD-Produktion kostet TSMC 250 Mio. Dollar
Die Probleme nach einem Virus-Befall der Produktionsstätte für die iPhone-Chips sind größer als zunächst gedacht: Apple-Lieferant TSMC liegt hinter seinem Zeitplan, hat erst 80 Prozent der Produktion neugestartet und verliert damit über 250 Millionen Dollar.
Das geht aus einer Pressemeldung hervor, die die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) nach dem Vorfall vom vergangenen Freitag (wir berichteten) veröffentlicht hat. TSMC ist bemüht, den Virus-Befall seiner Wafer-Produktion schnell aufzuklären. Eigentlich hatte man gedacht, schon am gestrigen Sonntag wieder die volle Wiederherstellung aller betroffenen Systeme zu erreichen, doch laut der aktuellen Meldung war man zunächst nur bei 80 Prozent. Noch heute sollen aber auch die restlichen Tools wieder normal laufen.
TSMC geht laut eigenen Angaben davon aus, dass dieser Vorfall zu Lieferverzögerungen und zusätzlichen Kosten führen wird. "Wir schätzen die Auswirkungen auf den Umsatz im dritten Quartal auf etwa drei Prozent und auf die Bruttomarge auf etwa einen Prozentpunkt. Das Unternehmen ist zuversichtlich, dass sich die im dritten Quartal verzögerten Lieferungen im vierten Quartal 2018 erholen werden", heißt es. Der Schaden durch den Produktionsausfall in der heißen Phase der iPhone-Chip-Herstellung würde sich somit auf rund 250 Millionen Dollar beziffern lassen.
TSMC habe nun einen Großteil der betroffenen Kunden über das Ereignis informiert und werde mit jedem einzelnen Auftraggeber alle Konsequenzen wie zum Beispiel Lieferverzögerungen durchsprechen.
Der Virenbefall in der Produktion soll sich durch eine Fehlfunktion bei der Installation eines neuen Tools ausgebreitet haben. Als sich das Tool mit dem Computer-Netzwerk des Unternehmens verbunden hatte, konnte sich der Virus ausbreiten. Soweit bekannt gab es aber keine Schwachstelle, die vertrauliche Informationen - wie zum Beispiel Produktions- und Baupläne - preisgegeben konnte.
Apple hat sich dazu bisher auf Medienanfragen nicht geäußert.
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TSMC geht laut eigenen Angaben davon aus, dass dieser Vorfall zu Lieferverzögerungen und zusätzlichen Kosten führen wird. "Wir schätzen die Auswirkungen auf den Umsatz im dritten Quartal auf etwa drei Prozent und auf die Bruttomarge auf etwa einen Prozentpunkt. Das Unternehmen ist zuversichtlich, dass sich die im dritten Quartal verzögerten Lieferungen im vierten Quartal 2018 erholen werden", heißt es. Der Schaden durch den Produktionsausfall in der heißen Phase der iPhone-Chip-Herstellung würde sich somit auf rund 250 Millionen Dollar beziffern lassen.
Produktion erstmals betroffen
TSMC wurde schon früher Opfer von Schadsoftware. Dieses Mal sei es aber zum ersten Mal zu einer Störung in der Produktion gekommen, hatte TSMC-CFO Lora Ho gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigt.TSMC habe nun einen Großteil der betroffenen Kunden über das Ereignis informiert und werde mit jedem einzelnen Auftraggeber alle Konsequenzen wie zum Beispiel Lieferverzögerungen durchsprechen.
Der Virenbefall in der Produktion soll sich durch eine Fehlfunktion bei der Installation eines neuen Tools ausgebreitet haben. Als sich das Tool mit dem Computer-Netzwerk des Unternehmens verbunden hatte, konnte sich der Virus ausbreiten. Soweit bekannt gab es aber keine Schwachstelle, die vertrauliche Informationen - wie zum Beispiel Produktions- und Baupläne - preisgegeben konnte.
Apple und AMD zählen zu den betroffenen TSMC-Kunden
TSMC fertigt aktuell neben den neuen iPhone-Chips auch die neuen 7-nm-Prozessoren für AMD. Experten halten einen Einfluss des Vorfalls auf die Pläne der beiden Auftragsgeber für äußerst gering. Es werde laut Reuters nicht erwartet, dass es für Apple nennenswerte Produktions-Einbuße gegeben habe, die sich auf den Launch und die Verfügbarkeit der neuen iPhone-Modelle auswirken werden.Apple hat sich dazu bisher auf Medienanfragen nicht geäußert.
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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