Wie Apple alte iPhones zerlegt: Neuer Recycling-Roboter "Daisy"

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Der US-Computerkonzern Apple hat im Vorfeld des diesjährigen "Tag der Erde" einen weiteren Roboter vorgestellt, der von dem Unternehmen dazu verwendet wird, das Recycling von alten iPhone-Modellen zu unterstützen. Der "Daisy" getaufte Roboter ergänzt den vor zwei Jahren erstmals präsentierten ersten iPhone-Recylcing-Roboter "Liam". Wie Apple heute per Pressemitteilung verlauten ließ, wird "Daisy" eingesetzt, um alte iPhones nach ihrer Rückgabe effizienter zu zerlegen und dabei hochwertige Materialien zurückzugewinnen.

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Der neue Roboter wurde nach Angaben von Apple vollständig "in-house" entwickelt, stammt also von einem hauseigenen Team, wodurch er optimal auf die Anforderungen für die Aufarbeitung von alten iPhone-Modellen geeignet sein soll. "Daisy" ist in der Lage bis zu 200 iPhones pro Stunde zu zerlegen, wobei Apple besonders betonte, dass man dadurch in der Lage sei bestimmte hochwertige Metalle zurückzugewinnen, was bei anderen Recycling-Verfahren bisher nicht möglich ist.

In einem von Apple veröffentlichten Video ist zu sehen, dass "Daisy" eigentlich aus einer ganzen Reihe von separat agierenden Systemen besteht, die zusammen ein großes Ganzes bilden. Der Roboter kann unter anderem das Display vom Rest des Gehäuses trennen, Platinen und Akkus herauslösen und die auf dem Logic-Board verlöteten Chips abnehmen. Die zu zerlegenden Geräte werden dazu mittels eines Förderbandes in die Maschine geführt, wo sie in der Folge mindestens vier weitere Stationen durchlaufen und dabei nicht unbedingt zimperlich behandelt werden.

Letztlich werden die diversen Komponenten wie zerstörte Displays, wiederverwertbare Aluminiumgehäuse oder auch Platinen und Chips fein säuberlich getrennt sortiert, um dann je nach Möglichkeit ihren Weg in die Wiederverwertung anzutreten. Apple will auf diese Weise nach eigenen Angaben seinem Ziel näher kommen, seine Produkte immer häufiger aus recycleten oder zumindest erneuerbaren Materialien zu bauen. Apple iPhone Recycling-Roboter "Daisy"Eigentlich besteht 'Daisy' aus einer Reihe von hintereinander arbeitenden Robotern Natürlich dient die Vorstellung von "Daisy" auch der Öffentlichkeitsarbeit, denn Apple will anlässlich des "Tags der Erde", der in diesem Jahr am 22. April stattfindet, bis zum 30. April für jedes zulässige Gerät, das von seinen Kunden durch die Rückgabe in einem Apple Store oder im Rahmen eines Trade-In-Deals dem Recycling zugeführt wird, eine Spende an Umweltschutzorganisationen leisten. Die Kunden erhalten im Gegenzug entweder eine Gutschrift für den Einkauf im Store oder eine Apple Geschenkkarte.

Apple hatte 2016 seinen ersten Recycling-Roboter der Öffentlichkeit präsentiert. Das "Liam" genannte System war damals als Antwort auf Kritik wegen der Verwendung seltener Erden und anderer schwer beschaffbarer Materialien bei der Produktion des iPhones präsentiert worden.
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finde ich gut und dadurch könnte man auch mit der Zeit Kosten sparen. hoffe, andere Hersteller ziehen nach. möche in naher Zukunft keine eMülldeponien mehr sehen, welche die Erde vergiften!
 
Dieser Roboter ist doch reine PR. Wieviele Geräte werden in der gleichen Zeit hergestellt? Anstatt aufwändige Roboter zu bauen, die in der Produktion auch Umweltschädlich sind, sollte man die Geräte Reparierbarer machen und auch Ersatzteile anbieten. Mit der Lösung wäre der Umwelt mit Sicherheit deutlich eher geholfen, so müsste ein teurer iMac Pro nicht nach einem Displayschaden in den Schrott.
 
@floerido: würden die Benutzer so mit den Geräten umgehen wie sein soll müsste ein teurer iMac Pro nicht mit Displayschaden in den Schrott. Es sei denn das zerlegen von Neugeräten bis auf die letzte Schraube mit anschließendem Ablegen des Displays auf einem bereitgelegten Schraubendreher gehören zur normalen Erstinbetriebnahme dazu.
 
@rico_1: WAS? Der Kunde soll sein verhalten überdenken? GEHT'S NOCH?
 
@gutenmorgen1: War jetzt hoffentlich schon Ironie diese Aussage.
 
@gutenmorgen1: tut mir sehr leid, dann mache ich seit Jahrzehnten alles fasch: ich schalte die Geräte lediglich ein. Zerlegen tu ich die wenn überhaupt erst nach Ende der Garantiezeit.
Naja, wieder was gelernt. Bekomme demnächst nen neuen Bürorechner, da werd ich dann mal nachschauen woraus der so besteht. Wenn der Chef meckert werd ich ihn ob seiner überholten Denkweise erstmal auslachen
 
@rico_1: Dann schaue dir mal dir das Video genauer an.
Man erfährt dort, dass die Servicepunkte nicht mit Ersatzteilen beliefert werden und das es zuwenige Servicepunkte gibt, die eine "Pro"-Zertifizierung haben.
Man kann also selbst bei Garantie vor den ganzen Problemen stehen, dass man ewig auf eine Reparatur warten muss und das bei einem Pro-Gerät, welches in einem Geschäftsumfeld benutzt werden soll.

Und wie schnell kann eine ähnliche Situation jedem passieren, da passt die Reinigungskraft nicht auf und stößt den iMac um. Displayschaden, der nicht von der Garantie gedeckt wird. Die Daten auf dem Gerät sind verloren, weil es nur noch durch ein Neugerät getauscht werden könnte.
 
@floerido: hätte, könnte, wäre, wenn. Welche Daten hätten gerettet werden sollen bei dem zerlegten iMac? Was hat dieser iMac mit dem Zerlegeroboter für iPhones zu tun?
Natürlich können wir aus umweltschutzgründen auf die Herstellung solcher Roboter verzichten. Lassen wir unseren Elektroschrott lieber weiterhin in Dritte-Welt-Ländern von fleißigen Kinderhänden zerlegen. Die haben gegenüber Roboterfingern sogar noch einen Vorteil: sie sind biologisch abbaubar
 
@floerido: Apple bietet 5 Jahre lang Updates des Systems an. 6 Jahre lang kannst du dein iPhone im Store reparieren und den Akku tauschen lassen. Wie viel Reparierbarkeit und wie lange Vorhaltezeit für Ersatzteile willst du noch?
 
@eshloraque: Nur ist die frage auch, zu welchem Preis? Außerhalb der Garantie wird das ein Teurer Spaß bei Apple, da denkt man nicht selten über ein Neues Phone nach. Es müsste ein Grundrecht auf Gewisse Reparierbarkeit gegeben sein, wenn man dann aber sein Smartphone selbst Repariert, erlischt natürlich die Hersteller Garantie, daran hab ich auch nichts aus zu setzen. Aber Software-seitige Sperren ein zu bauen, die Vermeiden sollen das man sein Display selbst austauschen kann (zB. Touchpad Funktioniert nicht mehr nach wechsel), das ist in meinem Augen schon ziemlich dreist.
 
@Cpt.Xer0: Kann ich verstehen. Ist ja auch klar, die meisten denken, weil sie ein komplexes Gerät wie ein Smartphone so klein ist und immer täglich dabei, sind sie Profi im Reparieren. Dass Apple das verbietet, liegt in der Natur des Menschen. Denn auf wen schimpft der Heimbastler, wenn das eigene Display zu viel Strom verbraucht, sich nicht richtig bedienen lässt, nicht mehr wasserdicht ist? Nicht auf sich oder die miese Komponente, die er gekauft hat.
 
@eshloraque: Apple geht sogar gegen professionelle Werkstädten vor, die überholte Originalteile verwenden.
 
@eshloraque: Naja super ein neues Display für über 200 Euro, außerhalb der Garantiezeit. Und die ist bei Apple meines Wissens auf ein Jahr beschränkt.

Dann zeig mir den, der das bei einem alten Smartphone noch investiert, wenn der Vertrag alle 2 Jahre ein neues auswirft, oder gar bei ganz Übertriebenen jedes Jahr.
 
@andi1983: dann brauchen wir hier aber nicht über nachhaltigkeit zu diskutieren wenn der kunde nach 1 Jahr lieber ein neues Smartphone kauft.
btw: Displayreparatur iPhone 7 bei Apple 181€, Ersatzdisplay S8 bei Ebay 169€ - ohne Montage
 
@rico_1: Und da sind wir wieder beim Thema Reparierbarkeit, wenn man sich nach einem Jahr Gedanken machen muss, ob man die Kosten für ein neues Gerät oder die Reparatur bezahlt und das gilt für ALLE Marken.

Zum Preis: Du vergleichst jetzt ein aufwändiges nicht planes 5,8 Zoll-OLED, gegen ein 08/15-4,7-LCD-Display? Wenn man schon Displays vergleicht, dann würde ich mir zumindest gleiche Techniken anschauen.
Von der Displaygröße müsste es zumindest auch das 7+ bzw. 8+ sein, von der Technik und Größe das vom X.

Bei fixez kostet das günstigste iPhone7+-Display knapp 30$, aber vergleichen wir besser OEM-Qualität, da sind wir bei knapp 85$. Ein Original A5-Display liegt bei etwa 80$. Beim S8 kostet ein Original-Display 280$. Hier sieht man schon, dass die Technik vom iPhone 7 einfach auch viel günstiger ist. Ein iPhoneX-Display in OEM-Qualität kostet dort übrigens ca. 330$.

Dann gibt es noch das Kleingedruckte bei den Apple-Preisen.
Natürlich gibt es noch den Satz "Wenn Ihr iPhone zusätzliche Schäden aufweist, die sich nicht auf das Display beschränken,..." Das heißt also sobald z.B. durch den Sturz sonstwo eine Macke ist, dann kommen noch die Kosten für weiteren Schäden hinzu. Da kommt natürlich die Frage auf, was ist eigentlich das Display? Nur das Panel oder auch das Frontglas? Gerade durch die Notch und das viele Glas, kann es eigentlich beim X kaum noch reine Displayschäden geben.

Dann sind wir bei:
iPhone X 611,10 €
iPhone 8 Plus 451,10 €
iPhone 8 401,10 €
iPhone 7 Plus 401,10 €
iPhone 7 371,10 €
 
@floerido: was passiert bei Android-Geräten bei denen auf Grund einer Macke nach dem Sturz das Display nicht mehr passt? Wird das alles dann ohne Mehrkosten für den Kunden repariert? Oder passiert sowas bei Android nicht? Wo ist deine Kostenaufstellung in diesem Fall?
Wahrscheinlich alles unrelevant, da ich für 300€ schon die Androidgeräte hinterhergeschmissen bekomme.
 
@andi1983: Für die 800€, die ein neues Gerät kostet, kann man also das alte 4 mal reparieren lassen.

Zeig mir denjenigen, der wirtschaftlich denkt und ich zeig dir denjenigen, der das in ein altes Smartphone investiert.
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