Fataler RPC-Aufruf: Google macht Windows 10 Schwachstelle publik
Erst vor ein paar Tagen hatte das Project Zero Team von Google eine Sicherheitslücke in Edge aufgedeckt, nachdem Microsoft den Fehler nicht innerhalb von 90 Tagen beheben konnte. Nun folgt die Offenlegung einer als hoch eingestuften Sicherheitslücke in Windows 10, die mit dem Umgang mit Dateien zusammenhängt.
Die vom Project Zero entdeckte Sicherheitslücke kann dazu ausgenutzt werden, eine Erhöhung der Privilegien durchzuführen. Der fragliche Fehler, dokumentiert als "Issue 1428", bezieht sich auf den Remote Procedure Call (RPC) von SvcMoveFileInheritSecurity. Durch die Schwachstelle kann beliebigen Dateien ein beliebiger Sicherheitsdeskriptor zugewiesen werden, was dann wiederum zu einer Erhöhung der Privilegien führen kann. Einen ähnlichen Fehler, geführt als "Issue 1427", hatte Microsoft erst beim jüngsten Patchday behoben (CVE-2018-0826).
Das Problem wurde dabei wie folgt beschrieben und erklärt auch, was mit dem zweiten Sicherheitsproblem auf Windows-Nutzer zukommen könnte:
"Eine Schwachstelle zur Erhöhung der Privilegierung liegt vor, wenn Storage Services Objekte im Speicher unsachgemäß behandelt werden. Ein Angreifer, der diese Sicherheitslücke erfolgreich ausnutzt, kann Prozesse in einem erhöhten Kontext ausführen. Um die Sicherheitslücke auszunutzen, müsste sich ein Angreifer zuerst am System anmelden und dann eine speziell entwickelte Anwendung ausführen, um die Kontrolle über das betroffene System zu übernehmen."
Die Schwachstelle wird daher nicht als kritisch bewertet, aber als ein hohes Risiko.
Siehe auch:
Patchday: Windows 10-Sicherheits-Updates am Start
Das Problem wurde dabei wie folgt beschrieben und erklärt auch, was mit dem zweiten Sicherheitsproblem auf Windows-Nutzer zukommen könnte:
"Eine Schwachstelle zur Erhöhung der Privilegierung liegt vor, wenn Storage Services Objekte im Speicher unsachgemäß behandelt werden. Ein Angreifer, der diese Sicherheitslücke erfolgreich ausnutzt, kann Prozesse in einem erhöhten Kontext ausführen. Um die Sicherheitslücke auszunutzen, müsste sich ein Angreifer zuerst am System anmelden und dann eine speziell entwickelte Anwendung ausführen, um die Kontrolle über das betroffene System zu übernehmen."
Die Schwachstelle wird daher nicht als kritisch bewertet, aber als ein hohes Risiko.
Proof of Concept
Das Project Zero-Team hat die Sicherheitslücke in der Windows 10 Version 1709, also im Fall Creators Update entdeckt und in ihrem Blog einen Proof of Concept veröffentlicht. Ob weitere Windows-Versionen ebenfalls anfällig sind ist derzeit noch nicht klar. Es wird auch auf Anfälligkeiten in Windows 7 und Windows 8.1 hin getestet.Wann kommt ein Fix?
Microsoft verfährt bei diesen Offenlegungen von sicherheitsrelevanten Fehlern im OS wie so oft und antwortetet auf die Frage des Online-Magazins Neowin, wann die Schwachstelle gestopft wird, mit einem Standard-Satz: "Das Windows-Team hat die kundenseitige Verpflichtung, gemeldete Sicherheitsprobleme zu untersuchen und betroffene Geräte so schnell wie möglich proaktiv zu aktualisieren."Siehe auch:
Patchday: Windows 10-Sicherheits-Updates am Start
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