Scuttlebutt & Co.: Firefox 59 bringt Support für dezentrales Web mit
Der Open Source-Browser Mozilla wird in Kürze eine Reihe von neuen Protokollen unterstützen, die eine Alternative zum klassischen Client-Server-Modell des Webs anbieten. Dadurch soll es wesentlich leichter werden, Informationen bereitzustellen, die von keiner staatlichen Instanz mehr unterdrückt werden können.
Das Ganze geht auf ein Forschungsprojekt zurück, bei dem der Firefox-Hersteller gemeinsam mit der National Science Foundation der USA Preise in Höhe von 2 Millionen Dollar für Ideen auslobte, mit denen sich ein dezentrales Web umsetzen lässt, das trotzdem für jeden Nutzer einfach zugänglich ist. Das Ergebnis dessen sind verschiedene neue Protokolle, die Namen wie Dat Project, IPFS und Secure Scuttlebutt tragen.
Die genannten Technologien ermöglichen es jeweils, Datei-Übertragungen und die Bereitstellung von Webseiten über Peer-to-Peer-Infrastrukturen zu realisieren. Das steht dem aktuellen Ansatz, nachdem Clients (konkret meist Browser) auf einen zentrale Webserver zugreifen, entgegen. In der Vergangenheit gab es bereits mehrfach entsprechende Anläufe, die aber immer auch signifikante Nachteile mit sich brachten: Entweder funktionierte alles sehr langsam oder die Einrichtung und Nutzung war sehr kompliziert und von Laien kaum zu stemmen.
Wenn der für März geplante Firefox 59 nun Support für Dat Project, IPFS und Secure Scuttlebutt mitbringt, bedeutet das allerdings nicht, dass man mit dem Browser schon direkt auf entsprechende Angebote zugreifen kann. Die Protokolle werden vom Browser lediglich als legitime Verbindungsmöglichkeit anerkannt. Die konkrete Umsetzung, mit der ein Nutzer sich in die daraus entstehenden dezentralen Infrastrukturen einklinken kann, war von Beginn an als Plugin geplant. Da solche Erweiterungen aber ohnehin von vielen Anwendern genutzt werden, sollte die Hürde hier nicht mehr allzu hoch sein.
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Die genannten Technologien ermöglichen es jeweils, Datei-Übertragungen und die Bereitstellung von Webseiten über Peer-to-Peer-Infrastrukturen zu realisieren. Das steht dem aktuellen Ansatz, nachdem Clients (konkret meist Browser) auf einen zentrale Webserver zugreifen, entgegen. In der Vergangenheit gab es bereits mehrfach entsprechende Anläufe, die aber immer auch signifikante Nachteile mit sich brachten: Entweder funktionierte alles sehr langsam oder die Einrichtung und Nutzung war sehr kompliziert und von Laien kaum zu stemmen.
Umsetzung per Plugin
Die neuen Protokolle sollen hier aber einen enormen Fortschritt darstellen, da ihre Entwickler natürlich auch die Möglichkeit hatten, auf wesentlich aktuellere Grundlagen zurückzugreifen. Insbesondere was die Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre angeht, sollen sie deutliche Fortschritte mitbringen.Wenn der für März geplante Firefox 59 nun Support für Dat Project, IPFS und Secure Scuttlebutt mitbringt, bedeutet das allerdings nicht, dass man mit dem Browser schon direkt auf entsprechende Angebote zugreifen kann. Die Protokolle werden vom Browser lediglich als legitime Verbindungsmöglichkeit anerkannt. Die konkrete Umsetzung, mit der ein Nutzer sich in die daraus entstehenden dezentralen Infrastrukturen einklinken kann, war von Beginn an als Plugin geplant. Da solche Erweiterungen aber ohnehin von vielen Anwendern genutzt werden, sollte die Hürde hier nicht mehr allzu hoch sein.
Die neuen Protokolle:
- Dat Project (dat://)
- IPFS (dweb:// ipfs:// ipns://)
- Secure Scuttlebutt (ssb://)
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