Das war's dann: Blackberrys endgültiger Abschied von Smartphones
Eine kleine Veranstaltung am gestrigen Tage dürfte so etwas wie den endgültigen Abschied des kanadischen Unternehmens Blackberry aus dem Geschäft mit Mobiltelefonen darstellen. Von der Hardware-Produktion hatte man sich ja bereits verabschiedet, doch auch die Kooperation mit den derzeitigen Marken-Nutzern könnte quasi am Ende sein.
Die letzten Smartphones, die unter dem Namen Blackberry auf den Markt kamen, wurden vom chinesischen Unternehmen TCL in Lizenz produziert. Die Kanadier steuerten aber zumindest noch das von ihnen gehärtete Android-Betriebssystem und einige Anwendungen bei. Allerdings dürften sich die Geräte nicht gerade gut verkauft haben und so darf man durchaus davon ausgehen, dass das Partnerschafts-Experiment im wesentlichen schon wieder beendet ist.
Darauf deutet unter anderem auch ein aktueller Auftritt Mike Dings, dem Vertriebschef Blackberrys für das nördliche Asien, hin. Dieser hatte die Presse geladen, zeigte aber keine neuen Produkte, sondern erklärte lediglich einige Punkte zur Ausrichtung des Geschäftes. Demnach sei man nach mehreren Jahren des Umbaus der Firma nun an einem Punkt angekommen, an dem man sich endgültig vom Hersteller mobiler Geräte zum Anbieter von Diensten im Hintergrund umpositioniert.
Wenn es noch einmal ein Smartphone geben sollte, auf dem der Blackberry-Schriftzug zu sehen ist, werden die Kanadier damit wohl gar nichts mehr zu tun haben (abgesehen von einer kleinen Umsatzbeteiligung über die Lizenzen). Denn die Situation geht darüber hinaus, dass TCL die Marke auf Mobiltelefonen verwenden darf. Die gesamte Entwicklung, Fertigung, der Vertrieb und der Support wurden an drei Partner abgegeben - neben der chinesischen TCL sind hier auch die BB Merah Putih in Indonesien und die indische Optiemus Infracom an Bord.
Darauf deutet unter anderem auch ein aktueller Auftritt Mike Dings, dem Vertriebschef Blackberrys für das nördliche Asien, hin. Dieser hatte die Presse geladen, zeigte aber keine neuen Produkte, sondern erklärte lediglich einige Punkte zur Ausrichtung des Geschäftes. Demnach sei man nach mehreren Jahren des Umbaus der Firma nun an einem Punkt angekommen, an dem man sich endgültig vom Hersteller mobiler Geräte zum Anbieter von Diensten im Hintergrund umpositioniert.
Lukrativ aber langweilig
Zukünftig wird die Konzentration des Unternehmens vollständig darauf liegen, Konzernen und Behörden diverse Management- und Sicherheits-Services bereitzustellen, mit denen diese die diversen mobilen Systeme in ihren Belegschaften verwalten und schützen können. Das beschränkt sich laut Ding nicht auf Smartphones und Co., sondern deckt auch medizinische Systeme sowie zunehmend auch Autos ab. Das bringt dem Unternehmen gutes Geld, ist aber natürlich nicht mehr so spannend, wie eine tolle neue Hardware.Wenn es noch einmal ein Smartphone geben sollte, auf dem der Blackberry-Schriftzug zu sehen ist, werden die Kanadier damit wohl gar nichts mehr zu tun haben (abgesehen von einer kleinen Umsatzbeteiligung über die Lizenzen). Denn die Situation geht darüber hinaus, dass TCL die Marke auf Mobiltelefonen verwenden darf. Die gesamte Entwicklung, Fertigung, der Vertrieb und der Support wurden an drei Partner abgegeben - neben der chinesischen TCL sind hier auch die BB Merah Putih in Indonesien und die indische Optiemus Infracom an Bord.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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