BlackBerry auf dem Weg zum Patenttroll, will Messaging erfunden haben
Der kanadische Smartphone-Pionier BlackBerry hat sich schon vor einer Weile aus dem Hardware-Geschäft verabschiedet und konzentriert sich inzwischen auf andere Angebote, darunter die Sicherheit und Anwendungen zur Kommunikation in Unternehmen. Man setzt inzwischen auch seine Patente offensiv durch und hat nach Facebook ein weiteres Social Network verklagt.
Anfang März wurde bekannt, dass BlackBerry eine Klage gegen Facebook und WhatsApp eingereicht hat. Das werteten viele Beobachter als in gewisser Weise mutigen Schritt, denn mit dem sozialen Netzwerk hat man sich einen ganz großen Gegner ausgesucht. Und die Kanadier setzen diese Strategie fort, denn nun wurde bekannt, dass man das nächste Unternehmen ins Visier genommen hat.
In Gerichtsdokumenten, die Mashable gefunden hat, wird erläutert, dass die Verstöße die Snap Map-Funktionalität betreffen, auch bei der grundsätzlichen Messaging-Funktionalität soll sich Snap einiges abgeschaut haben, meint BlackBerry. Das Unternehmen ist der Überzeugung, dass bei Snapchat Teile von BBM kopiert wurden.
Das Vorgehen von BlackBerry mag zwar aus Sicht der Kanadier verständlich sein, man darf sich aber dennoch die Frage stellen, ob es gerechtfertigt ist. Denn BlackBerry behauptet im Wesentlichen, dass man die Kernaspekte des modernen Messagings erfunden hat.
Dabei wird BlackBerry vermutlich Argumente haben, um diese Behauptung belegen zu können. Die Gerichte werden sich aber wohl auch die Frage stellen müssen, ob Messaging nicht schon längst einen Fall von Fair Use darstellt und die dazugehörigen Patente zum "Allgemeingut" geworden sind.
Siehe auch: Kamikaze? - BlackBerry startet Klage gegen Facebook & WhatsApp
Snapchat-Macher Snap
Genauer gesagt hat man eine Klage gegen Snapchat-Mutter Snap Inc. auf den Weg gebracht. Der Messenger soll insgesamt sechs Patente von BlackBerry verletzen, diese gehen auf den Zeitraum zwischen 2012 und 2014 zurück, zwei davon werden auch gegen Facebook vorgebracht, wie Bloomberg berichtet.In Gerichtsdokumenten, die Mashable gefunden hat, wird erläutert, dass die Verstöße die Snap Map-Funktionalität betreffen, auch bei der grundsätzlichen Messaging-Funktionalität soll sich Snap einiges abgeschaut haben, meint BlackBerry. Das Unternehmen ist der Überzeugung, dass bei Snapchat Teile von BBM kopiert wurden.
Das Vorgehen von BlackBerry mag zwar aus Sicht der Kanadier verständlich sein, man darf sich aber dennoch die Frage stellen, ob es gerechtfertigt ist. Denn BlackBerry behauptet im Wesentlichen, dass man die Kernaspekte des modernen Messagings erfunden hat.
Dabei wird BlackBerry vermutlich Argumente haben, um diese Behauptung belegen zu können. Die Gerichte werden sich aber wohl auch die Frage stellen müssen, ob Messaging nicht schon längst einen Fall von Fair Use darstellt und die dazugehörigen Patente zum "Allgemeingut" geworden sind.
Siehe auch: Kamikaze? - BlackBerry startet Klage gegen Facebook & WhatsApp
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