Kreditkartenleck bestätigt: Datendiebstahl bei OnePlus-Kunden (Update)

Internet, E-Commerce, Kreditkarte Bildquelle: Fosforix / Flickr
Der chinesische Smartphone-Anbieter OnePlus untersucht derzeit eine Welle von betrügerischen Kreditkarten-Belastung bei seinen Kunden. Wie es scheint, sind Kundendaten durch eine Sicherheitslücke an unbekannte Dritte gelangt, die nun fleißig abbuchen.
Update 16.1. - 21.15 Uhr. OnePlus hat nun bestätigt, dass man ein ernstes Problem im System erkannt hat. "Vorsichtshalber sperren wir vorübergehend Kreditkartenzahlungen bei oneplus.net. PayPal ist immer noch verfügbar und wir prüfen derzeit alternative sichere Zahlungsoptionen mit unseren Dienstleistern." Update Ende.

Seit dem Wochenende trudeln bei dem chinesischen Smartphone-Hersteller OnePlus vermehrt Meldungen von Kunden ein, die sich bei dem Unternehmen über Kreditkarten-Missbrauch beschweren. In den Foren des Unternehmens meldeten sich zunächst einige Kunden, die von Abbuchungen auf ihrer Kreditkartenrechnung berichteten, auf die sie sich keinen Reim machen konnten. In einigen Fällen hatte das Kreditinstitut sich aufgrund von betrügerischen Kreditkarten-Belastung bei den Kunden gemeldet. Nach den ersten Berichten meldeten sich immer mehr Betroffene. Die Betroffenen waren sich sicher, mit der entsprechenden Karte nur im Onlineshop von OnePlus eingekauft zu haben. Der Verdacht liegt demnach nahe, dass es zu einem Datendiebstahl bei den Chinesen gekommen sein muss.

Nachforschungen gestartet

Offiziell bestätigt ist das noch nicht. OnePlus hat aber bekannt gegeben, dass man selbst Nachforschungen gestartet hat, um den zahlreichen Kundenbeschwerden auf den Grund zu gehen. So rät das Unternehmen jetzt seinen Kunden, die in den letzten Monaten im Onlineshop etwas gekauft und direkt mit Kreditkarte und nicht über Dritte wie PayPal gezahlt haben, ihre Kreditkarten-Abrechnungen zu kontrollieren und sich bei verdächtigen Transaktionen beim OnePlus-Support zu melden.

"Wir untersuchen jeden Bericht", schreibt OnePlus nun und geht der Sache mit einer öffentlichen Diskussion und einer FAQ-Seite auf den Grund. Wahrscheinlich fanden die ersten Fehlbelastungen nach Einkäufen ab November 2017 statt. Das Sicherheitsproblem ist also erst seit etwa zwei Monaten existent.


In der Zwischenzeit wurde bereits der Verdacht geäußert, dass der Kreditkarten-Missbrauch bei OnePlus in Verbindung mit einer Sicherheitslücke der Shop-Software Magento zusammenhängen könnte. OnePlus schließt das aber aus, da das Unternehmen laut eigenen Angaben seit 2014 eigenen Code für den Shop verwendet. Die Sicherheitsfirma Fidus Information Security bezweifelt aber genau das und versucht in einem Blogeintrag aufzuzeigen, dass Unbefugte die Zahlinformationen im OnePlus-Shop abfangen können.

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