Intel geht ME-Bugs mit Firmware-Patches an - was nicht trivial ist

Intel, Prozessor, Cpu, Chip, Chipsatz Bildquelle: Intel
Der Chiphersteller Intel versucht die Sicherheitsprobleme in den Griff zu bekommen, die Security-Forscher kürzlich tief in den Chips des Unternehmens fanden. Ein Teil der Bugs soll nun zumindest durch Firmware-Updates entschärft werden können - einfach ist das aber nicht gerade und wie viele Nutzer man erreicht, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.
Die Fehler, mit denen man hier zu tun hat, sind tief in der Intel Management Engine (ME) verborgen. Diese lassen sich auch nicht ohne weiteres ausnutzen. Hackern ist es aber gelungen, tiefer in die ME vorzudringen und Konzepte zu entwickeln, die letztlich Exploits ermöglichen könnten. Wenn die Bugs zukünftig durch böswillige Angreifer ausgenutzt werden, ist kaum ein Kraut gegen die Attacken gewachsen.

Intel hat nun aber nach eigenen Angaben auf die jüngsten Veröffentlichungen reagiert und intern Prüfungen durchführen lassen. In Folge dessen konnten nun verschiedene Fehler bestätigt werden. Das Ergebnis dessen ist nun das Security Advisory "Intel-SA-00086", das als kritisch eingestuft wurde. Dieses ist allerdings nicht mit herunterladbaren Patches verbunden.

Bugs durch alle Produktserien

Die Fehler, deren Missbrauch durch Firmware-Updates unterbunden werden soll, sind in vielen Produkten zu finden, die mit Intel-Chips ausgestattet sind, die binnen der letzten beiden Jahre auf den Markt kamen. Die Bugs erstrecken sich quasi über die gesamte Prozessoren-Produktpalette von den teuren Xeon-CPUs für Server bis hin zu den billigen Celeron- und Atom-Chips, die in großen Mengen auch in Embedded-Systemen verbaut werden.

Entsprechend ist es hier nur möglich, dass die jeweiligen Hardware-Hersteller auf die Hinweise Intels reagieren und Updates herausgeben, mit denen die Patches verteilt werden. Das dürfte kein allzu großes Problem sein, wenn es um Chips geht, die in Servern, PCs und Notebooks zum Einsatz kommen. Geht es aber darüber hinaus, wird es schon schwieriger. Denn nur wenige Nutzer von Embedded-Systemen können in der Regel dazu gebracht werden, Updates durchzuführen. Und das auch nur, wenn die Hersteller solche herausgeben, was insbesondere im Billig-Segment recht selten ist.

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