Rückruf-Falle: Bundesnetzagentur warnt vor alter "Ping"-Betrugsmasche

Telefon, Tisch, Anruf, Telefonat, Zettel Bildquelle: starmanseries / Flickr
Der Trick ist an sich bereits ein alter Bekannter, doch nun scheint er aktuell wieder seinen zweiten Frühling zu erleben: Die Bundesnetzagentur meldet gehäufte Ping-Anrufe, mit denen Betrüger arglose Nutzer zu teuren Rückrufen verleiten.
Das Vorgehen der Betrüger ist ganz simpel. Sie "pingen" ihr Opfer mit einem kurzen Anruf an. Meist klingelt es dabei nur einmal, wenn überhaupt. Die Opfer haben dann nur eine Meldung über einen verpassten Anruf auf ihrem Festnetz- oder Mobiltelefon. Bei der angezeigten Rufnummer handelt es sich bei der aktuellen Spam-Welle zumeist um die Vorwahlen von Burundi +257, Tunesien +216 und Tschad +235. Laut Bundesnetzagentur kamen ähnliche Anrufe auch schon bereits von den Seychellen +248 und aus Serbien +381. Ruft man nun aus Neugierde wer einen dort erreichen wollte zurück, muss man sich auf hohe Telefonrechnungen gefasst machen. Infografik: TelefonwerbungTelefonwerbung

Achtung - es warten teuere "Mehrwertdienste"

Meist werden selbst für nur Sekunden-kurze Anrufe gleich mehrere Euro für sogenannte "Mehrwertdienste" berechnet. Das perfide dabei: Die Gegenstelle muss dabei gar nicht für den Anrufer bemerkbar das Telefonat annehmen.

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Die Polizei in Niedersachsen warnte bereits davor, dass häufig nur noch Bandansagen mit Hinweisen wie "kein Anschluss unter dieser Nummer" oder "die Rufnummer ist nicht vergeben" abgespielt werden und das Telefonat dann automatisch beendet wird. Schon diese kurze Kommunikation - auch wenn der Anrufer denkt, dass gar kein Gespräch zustande kam - kann dann teuer werden.

Die Polizei gibt mehrere Tipps, damit solchen Betrügern schneller das Handwerk gelegt werden kann. Grundsätzlich können dann ominöse Rufnummern gesperrt werden.

  • Anrufe sollten der Bundesnetzagentur gemeldet werden, insbesondere, wenn man bereits einen Rückruf getätigt hat.
  • Anrufe sollten zum Beispiel mit einem Screenshot auf dem Smartphone dokumentiert werden.
  • Bei der Bundesnetzangentur kann man zudem auf einer extra dafür eingerichteten Sonderseite die Rufnummer auf Betrugshinweise überprüfen lassen.

Betroffene haben recht gute Chancen, dass ihnen die berechneten Gebühren erstattet werden. Laut einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2014 (Az.: 3 StR 342/13) sind die sogenannten Ping-Anrufe als Betrug durch eine Täuschungshandlung zu werten.

Siehe auch: Gegen Betrug am Telefon: T-Mobile schützt Nutzer vor Spam-Anrufen Telefon, Tisch, Anruf, Telefonat, Zettel Telefon, Tisch, Anruf, Telefonat, Zettel starmanseries / Flickr
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