Sternentod durch schwarzes Loch: Kosmische Simulation beeindruckt

Schwarze Löcher haben für die Wissenschaft eine magische Strahlkraft. Jetzt hat sich ein Team mit einer komplexen Serie an Simulationen der Frage angenommen, was passiert, wenn Sterne in diese kosmischen Strudel geraten. Die Studie liefert beeindruckende Bilder.

Der kosmische Schredder sorgt für spektakulären Sternentod

Unsere Vorstellung von schwarzen Löchern wurde stark durch Sci-Fi-Geschichten und Hollywood-Filme geprägt und so hat wohl jeder sein ganz eigenes Bild der mysteriösen kosmischen Strudel im Kopf. In den letzten Jahren kann die Wissenschaft neben immer neuen Erkenntnissen endlich auch erste Bilder liefern, die diese Vorstellung mit der Realität abgleichen. Ein Team liefert jetzt mit einer Serie an komplexen Simulationen und einer Studie einen weiteren Baustein für das Verständnis von schwarzen Löchern.

Wie die NASA in ihrem Bericht schreibt, macht Taeho Ryu, Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) in Garching, zusammen mit seinem Team so erstmals einen Blick auf eine komplexe kosmische Mechanik möglich: Was spielt sich ab, wenn Sterne einem supermassereichen schwarzen Loch zu nahe kommen? Die Besonderheit: In den Simulationen finden zum ersten Mal "die physikalischen Effekte von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie mit realistischen Modellen der Sterndichte" zusammen, so das MPA. Supercomputer-Simulationen: Schwarzes Loch gegen SternSo genau wurde die Begegnung von Schwarzem Loch und Planet noch nie simuliert Wie in einem beeindruckenden Video der Simulation zu sehen ist, das die NASA bereitstellt, schießen die Wissenschaftler im Supercomputer insgesamt acht Sterne auf ein schwarzes Loch, das 1 Million Mal so viele Massen wie die Sonne hat. Die virtuellen Sterne haben dagegen ein Gewicht von einem Zehntel bis zum Zehnfachen der Sonnenmasse. "Bei ihrer Annäherung werden sie alle von der Schwerkraft des Schwarzen Lochs gedehnt und verformt. Einige werden vollständig in einen langen Gasstrom auseinandergerissen", so die Wissenschaftler.

Aus unterschiedlichen Konfigurationen der Massen, Entfernungen, Sterndichte und anderen Faktoren konnte das Team dann wiederum Rückschlüsse auf die Ursachen der verschiedenen Sternschicksale ziehen: "Die Unterscheidung zwischen Sternen, die vollständig zerfallen, und solchen, die überleben, hängt nicht nur von der Masse ab. Stattdessen hängt das Überleben eher von der Dichte des Sterns ab."
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