OnePlus Concept One: Die Smartphone-"Zukunft" ist ziemlich bieder

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Der chinesische Hersteller OnePlus hat die Consumer Electronics Show bisher ausgelassen, was wohl auch daran liegt, dass man bis heute ein eher übersichtliches Produktportfolio hat. 2020 ist man nun aber doch nach Las Vegas gekommen, und zwar mit einem Gerät, das ein deklariertes Konzept-Smartphone ist.

Zum OnePlus Concept One hat der Hersteller bereits seit einigen Wochen diverse Informationshäppchen veröffentlicht, kurz vor dem Start der Elektronikmesse hat man etwa verraten, dass die Kameras auf der Rückseite hinter einem sich verdunkelnden Glas befinden. Nun hat man aber das OnePlus Concept One in seiner Gesamtheit enthüllt und nennt das dazugehörige Video "The Beauty of the Unseen", was so viel wie "Die Schönheit des Ungesehenen" bedeutet.
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Das OnePlus Concept One wird man in dieser Form zwar nie kaufen können, dessen Funktionen oder besser gesagt das einzige erwähnenswerte Feature soll aber künftig in die Geräte des Herstellers Einzug halten. Entsprechend ist das Konzept-Smartphone auch eher "normal".

Wer sich einen Science-Fiction-artigen Prototypen erwartetet oder erhofft hat (wie es etwa Daimler beim Mercedes-Benz AVTR gemacht hat), der wird enttäuscht sein. Denn besonders "spacig" ist das OnePlus Concept One nicht. Der Vergleich mit einem Autohersteller wie Daimler ist übrigens absolut legitim, auch weil OnePlus beim Concept One mit dem Sportwagenbauer McLaren zusammengearbeitet hat.

"Verschwindende" Kamera im Fokus

Ein Feature, die sich "verdunkelnde" Kameraabdeckung hat OnePlus bereits kurz vor der CES 2020 enthüllt. Das ist auch das Highlight des Geräts. Für OnePlus hat diese Lösung vor allem einen Marketing-Hintergrund, denn man meint, dass diese Abdeckung es erleichtert, Smartphones mit vier oder fünf Kameras zu verkaufen. Das Abdunkeln hat aber auch einen konkreten Zweck, denn das Glas kann auch halbdurchsichtig eingestellt werden, um als Filter für beispielsweise helles Sonnenlicht zu dienen.

Das war es im Prinzip auch schon, denn das zweite auffällige "Feature" ist die Leder-Rückseite. Das ist aber weder besonders innovativ noch praktisch. Deshalb kann man den Hype rund um das Gerät wohl nur als PR-Stunt bezeichnen. Denn wenn das die OnePlus-Vision der Zukunft ist, dann ist die Zukunft ziemlich langweilig und bieder.
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Also ich finde die Lederrückseite interessanter als die verschwindenden Kameras. Glas, das sich abdunkelt wenn Strom anliegt gibts seit Jahren...
 
@Ludacris: In einem Smartphone habe ich solch ein Feature aber all die Jahre noch nicht gesehen...
 
@Bananajoe311: nein das eh nicht, aber in Fassaden von Häusern oder als selbstabdunkelnde Fensterscheiben die bei Sonneneinstrahlung abdunkeln oder Rück- / und Seitenspiegel die sich verdunkeln wenn sie vom Hintermann angeleuchtet werden.
 
@Bananajoe311: Xiaomi und auch Oppo haben das letztes Jahr schon bei Prototypen vorgestellt. Es soll die notch, das Loch, den Slider oder was weiß ich irgendwann mal ersetzen und die Selfie Cam unsichtbar machen. Also nix neues und one+ ist hier nicht der erste der das zeigt.

Kaufen kann man es allerdings noch nicht, das stimmt.
 
@lurchie: Ja, das gibt es leider noch nicht zu kaufen. Wobei es bei den "In-Display-Cameras" sicher nochmal etwas komplizierter ist, als auf der Rückseite eines Handys. Jedenfalls wäre das verdunkeln der Kamera eine gute Sache, damit die Rückseiten nicht mehr ganz so hässlich aussehen, bei 3+ Kameralinsen...
 
@Bananajoe311: Das setzt allerdings auch voraus das das Gehäuse der Kamera plan mit dem Handy ist. Und durch den Wahn das die Handys immer dünner werden müssen und die Akkus immer größer fällt mir spontan kein Highend Smartphone ein welches dieses bietet.

Ich hoffe das in den nächsten Jahren dann mal die Graphen-Akkus anrollen so das weniger Platz benötigt wird und dadurch die Kameraeinheit wieder mehr ins Telefon wandert.
 
@Ludacris: Kameras gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert, trotzdem hat es über 100 Jahre gedauert, bis man sie in ein Telefon eingebaut hat.
 
@Torchwood: eh. Trotzdem finde _ich_ das Leder immer noch Interessanter.
 
@Ludacris: Und Lederrückseiten bei Smartphones gibt es auch schon seit einiger Zeit. ;)
 
@Ryou-sama: stimmt ich vergas auf die Prada und vertus
 
@Ludacris: Ne, auch auf spottbillige wie dem Huawei Y6.

https://www.computerbase.de/2019-03/huawei-y6-2019-preis/
 
@Ludacris: oder lg g4
 
Dass da jetzt kein Schiene Fiction-Entwurf zu erwarten war, habe ich mir gedacht. Aber macht doch auch nichts: das Gerät sieht sehr edel aus und das Feature mit dem selbsttönenenden Glas ist auch cool. Von daher: gefällt mir!
 
Das Teil sieht edel aus, abgesetztes Leder, keinen Kamera-Buckel. Auf jeden Fall komplett anders als alles andere aktuell und von daher - meiner Meinung nach - alles andere als "langweilig und bieder".
 
Welches dringende Problem wurde dadurch gelöst? Genau...keines!
Extra Technik eingebaut, nur damit dem ein oder anderen ein "tolles" Design verkaufen kann.
Unnötiger Schnickschnack mMn, da absolut unnötig. Erfüllt ja keinen wirklichen Mehrwert für den Käufer.
 
warum auch immer das "langweilig und bieder" sein soll.
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