Galaxy Z Fold 7: Samsungs ambitioniertestes Foldable im Test

Samsung bringt mit dem Galaxy Z Fold 7 sein bislang ambitioniertestes Foldable auf den Markt. Mit einem vierstelligen Kaufpreis richtet sich das Gerät an Nutzer, die Smartphone, Tablet und gelegentlich auch PC in einem einzigen Gerät suchen. Unser Kollege Andrzej Tokarski hat sich das Gerät angesehen.

Das Fold 7 wiegt 250 Gramm, ist aufgeklappt nur 4,2 Millimeter dünn und bietet ein 8-Zoll-AMOLED-Hauptdisplay mit 120 Hertz und bis zu 2600 Nits Helligkeit. Im geschlossenen Zustand steht ein 6,5-Zoll-Frontdisplay zur Verfügung. Angetrieben wird das Modell vom Snapdragon 8 Elite for Galaxy, kombiniert mit 12 oder 16 GB RAM und bis zu 1 TB Speicher. Beim Design setzt Samsung auf Aluminiumrahmen und Gorilla-Glas. Die Display-Falte ist zwar spürbar, stört im Alltag aber kaum. Der Hersteller verspricht 500.000 Faltungen, Community-Tests bescheinigen dem Mechanismus bislang Stabilität.

Das große Innendisplay ist der zentrale Mehrwert: Es erleichtert Multitasking, Textarbeit und kreative Aufgaben wie Foto- oder Videobearbeitung. Einschränkungen gibt es bei manchen Apps, die nicht optimal skaliert sind. Das Frontdisplay eignet sich vor allem für kurze Interaktionen.
Galaxy Z Fold 7 Galaxy Z Fold 7 Galaxy Z Fold 7
In der Leistung zeigt sich das Fold 7 stark, bleibt aber in Benchmarks und beim längeren Gaming hinter dem Galaxy S25 Ultra zurück - wohl wegen thermischer Drosselung. Für Alltagsnutzung, Multitasking und sogar 4K-Video-Editing liefert es dennoch überzeugende Performance. Samsung DeX erlaubt den Anschluss an externe Monitore, ist jedoch nur bedingt ein Laptop-Ersatz, da viele Apps mobil limitiert bleiben.

Umfassendes Kamera-Setup

Das Kamerasystem umfasst fünf Sensoren. Die 200-MP-Hauptkamera liefert Ergebnisse auf Ultra-Niveau und eignet sich auch für Selfies über das Außendisplay. Die Ultraweitwinkelkamera ist solide, die 3x-Telekamera hingegen schwach und kaum besser als Digitalzoom. Beide Frontkameras genügen für Videochats, nicht für hochwertige Aufnahmen. Die Akkulaufzeit liegt bei rund 21 bis 26 Stunden Videowiedergabe, intensive Bearbeitung leert den 4.400-mAh-Akku jedoch schneller. Geladen wird mit 25 Watt kabelgebunden oder 15 Watt kabellos - nicht mehr zeitgemäß im Vergleich zur Konkurrenz.

Das Galaxy Z Fold 7 überzeugt mit hochwertigem Design, großem Display, starker Hauptkamera und langem Software-Support. Es lohnt sich vor allem für Nutzer, die den Tablet-Charakter gezielt für Arbeit und Kreativaufgaben nutzen. Wer hingegen maximale Gaming-Performance oder die beste Zoom-Kamera sucht, ist mit dem Galaxy S25 Ultra besser bedient. Mehr von Andrzej: TabletBlog.de TabletBlog auf YouTube