Firefly veröffentlicht hoch aufgelöstes Video von Raketenexplosion

Dieser Tage kann man nahezu wöchentlich den Start einer Rakete erleben, mal sind es bewährte Varianten wie jene von SpaceX, mal sind es Prototypen. Im letzteren Fall kann und muss man stets mit Fehlschlägen rechnen, denn es kommt immer wieder zu Explosionen - so auch im Fall der Alpha-Rakete von Firefly Aerospace.

Am Donnerstag, den 2. September, feierte die Rakete von Firefly ihren Jungfernflug, der schlicht Alpha genannte Flugkörper startete auch ohne ersichtliche Probleme und schien auch völlig problemlos gen Himmel zu fliegen. Doch nach rund zweieinhalb Minuten kam es zu einer "Anomalie" und die Rakete explodierte bzw. musste vom Boden aus gesprengt werden. Das war auch nicht ganz ungefährlich, denn Schaulustige und Bobachter befanden sich gefährlich nah an den herabfallenden Trümmern.

Das Ganze konnte man bisher aber nur anhand von Amateuraufnahmen und aufgezeichneten Hobby-Streams erleben, ein offizielles Video stellte Firefly zunächst nicht zur Verfügung. Bis vor kurzem jedenfalls, denn am vergangenen Sonntag hat das private Raumfahrtunternehmen ein hochauflösendes Video veröffentlicht. Darin kann man nicht nur Start und Flug detailliert sehen, sondern auch die Explosion.

Firefly liefert auch einige neue Informationen zum Grund des späteren Fehlschlags. Denn man feiert den durchaus als Teilerfolg: "Obwohl der Flugkörper die Umlaufbahn nicht erreicht hat, war der Tag ein großer Fortschritt für unser Team. Wir haben gezeigt, dass wir ein Unternehmen sind, das in der Lage ist, Raketen zu bauen und zu starten", hieß es auf Twitter.

Triebwerksausfall und Sprengung

Firefly nannte auch neue Details zum Grund der Explosion. Denn nach einer Flugzeit von 15 Sekunden ist eines der vier Triebwerke ausgefallen, was man im Video auch nach knapp einer Minute gut sehen kann. Alpha konnte den Flug zwar fortsetzen, war aber durch den Ausfall zu langsam.

Das Raketenunternehmen dazu: "Ohne die Schubvektorsteuerung von Triebwerk 2 hatte das Fahrzeug Schwierigkeiten, die Kontrolle zu behalten. Alpha konnte die Unterschallgeschwindigkeit kompensieren, aber als es in den Überschallflug überging, wo die Steuerung am schwierigsten ist, war die Schubvektorsteuerung der drei Triebwerke unzureichend und das Fahrzeug geriet außer Kontrolle." Firefly teilte schließlich mit, dass Alpha nicht selbst explodiert ist, sondern mit Hilfe des Flight Termination System gesprengt wurde - auch das (Kontrollverlust und Sprengung) kann man gut im Video sehen.

Siehe auch: Der wohl kurioseste Start aller Zeiten - Rakete fliegt zunächst seitwärts

Start der Astra Space-Rakete - der wahrlich "schief" gelaufen ist

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öhhh... also von mir ist das Video nicht :D
 
@Firefly: na sowas...und ich dachte schon die serie bekäme ne fortsetzung
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